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Rasen und Erdreich an den soeben sanierten Regenrückhaltebecken am Osterfeuerplatz fortgespült

Sintflut sorgt für erneuten Baggerbedarf

Buchholz (tw). Das nennt man Pech: Gerade mal vier Tage waren die beiden Regenrückhaltebecken am Osterfeuerplatz "fertig", sprich vertieft; wenige Stunden zuvor war die Bauabnahme zur Zufriedenheit der Gemeinde erfolgt - dann öffnete der Himmel seine Schleusen, schwemmte der Starkregen den gerade eingesäten Rasen samt Erdreich von der Böschung. Jetzt gibt's erneut Baggerbedarf.

Sei's drum. "Die Schäden sind vergleichsweise klein, werden in den nächsten Tagen ausgebessert", sagt Hartmut Krause, der sich vor Ort selbst ein Bild machte. Sieht man von dem aktuellen Wermutstropfen ab, überwiegt das Positive. Soll heißen: Die Firma "Wenig" (Obernkirchen) hat die Arbeiten an den zwei BuchholzerAltbecken abgeschlossen. Wenig hatte sich im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung gegen die heimischen Mitbewerber Helper, Püngel, Steinmeier und Vehling durchgesetzt und mit 14 478 Euro das günstigste Angebot abgegeben. "Die beiden im Jahre 1997 gebauten Becken hatten ursprünglich ein Fassungsvolumen von jeweils 850 Kubikmetern", erinnert Krause. Und ergänzt: "Durch Verlandung hatte sich dieses Volumen auf nur noch jeweils 600 Kubikmeter reduziert." Gemerkt hatte es die Gemeinde 2007, als es im Zuge eines Starkregens im Bereich der Straße "Zum Eichkamp" zu Überschwemmungen gekommen war. Doch nicht nur das: Auch der Straßendurchlass samt Notlauf im Bereich "Auf der Portugall" war durch die Wassermassen in den Gräben überlastet. Als das Ingenieurbüro Kirchner (Stadthagen) daraufhin die Tiefe der Regenrückhaltebecken auslotete, kam der Schlamassel ans Tageslicht ... Dieser Schlamassel ist jetzt Geschichte, denn: "Die Firma Wenig hat das Ursprungsvolumen der beiden Becken nicht nur wiederhergestellt, sondern in unserem Auftrag auch noch beträchtlich erweitert", so der Bürgermeister. Jetzt fassen sie jeweils 1030 Kubikmeter. Doch das ist noch nicht das Ende des Regenrückhalts in Buchholz. Denn Kirchner hatte in seinem Gutachten empfohlen, zusätzlich zu Straßendurchlass und Notlauf noch einen "Bypass" zu verlegen, der das sich in den Gräben stauende Wasser schneller abführt und besonders das Neubaugebiet "Portugall" entlastet. Zusätzlich hatte das Ingenieurbüro den Bau eines dritten Beckens angeregt; es soll 2009 in Nachbarschaft der beiden Altanlagen entstehen. Krause: "Durch das Maßnahmenbündel zum Regenrückhalt entlasten wir bei Starkregen nicht nur die eigene Gemeinde, sondern entschärfen auch die Situation für die unterhalb von Buchholz liegenden Aue-Anrainer Heeßen, Bad Eilsen und Ahnsen." Übrigens: Im Zuge der Arbeiten an den beiden Rückhaltebecken hat die Obernkichener Firma auch gleich den Platz für das Osterfeuer neu geschottert. Damit dürften feuchte Füße auf diesem Terrain aus dem einen wie dem anderen Grund nunmehr der Vergangenheit angehören.




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