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Erster Einsatz im Erstligateam von GWD Minden in Magdeburg

Simon Witte: Vom "Mini" aus Haste zum Youngster in der Bundesliga

Handball (hga). Es ist die Zeit der Rückblicke im Sport, der Rückblicke auf die vergangene Saison. Für manch einen ist so ein Rückblick wenig schmeichelhaft, andere blicken auf einen wichtigen sportlichen Lebensabschnitt zurück. Zu letzteren gehört Simon Witte, 19 Jahre alt, 1,97 Meter groß, 101 Kilogramm schwer und Handballer in Diensten des Bundesligisten GWD Minden.

Wenn der 1,97 Meter große Linkshänder Simon Witte hochsteigt, ri

Witte begann seine Laufbahn als "Mini" bei der SG Hohnhorst-Haste, sein Vater ist dort Jugendleiter und Vorsitzender der JSG Nordschaumburg. In Minden war es richtiger Leistungssport, Witte biss sich durch und rechtfertigte die in ihn gesetzten Hoffnungen. In der vergangenen Saison 2006/07 zeigte Witte dann, dass er aus dem richtigen Holz geschnitzt ist. A-Junioren, Regionalliga, Bundesliga, Witte spielte in drei Mannschaften, absolvierte zwölf Spiele für die Jugendnationalmannschaft. Nach wie vor steht die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker im Vordergrund, Anfang des kommenden Jahres ist sie abgeschlossen. "Ausbildung ist wichtig, damit eine Basis vorhanden ist", erklärt Witte dazu. Das Saisonende kennzeichnete für Witte auch einen weiteren, wichtigen persönlichen Schritt. Hatte Witte bislang in einer Wohngemeinschaft mit sechs weiteren Nachwuchsspielern von GWD gelebt, zog er jetzt in seine eigene Wohnung. "Ich wollte für mich eigenständiger werden", beschreibt Witte den Grund für den Umzug. Auf die Saison blickt Witte mehr als zufrieden zurück. "Für mich war es erfolgreich, mit meinen vier Bundesligaeinsätzen habe ich nicht gerechnet", resümiert Witte. Gleich der erste Einsatz blieb besonders deutlich im Gedächtnis. Ziemlich aufgeregt bestieg Witte den Mannschaftsbus zur Fahrt nach Magdeburg. "Ich habe gedacht, mach dich warm und schau es dir von der Bank aus an", erinnert sich Witte. Doch es kam ganz anders: Witte spielte von Beginn an und erzielte seinen ersten Treffer in der Bundesliga. "Das war mein persönlicher Saisonhöhepunkt, schon anders als die Regionalliga, sehr beeindruckend", konstatiert Witte. Bundesliga-Coach Richard Ratka war mit den Einsätzen von Witte zufrieden, wenn auch noch viel Arbeit zu machen sei, wie Ratka meinte. Für die kommende Saison ist der Weg klar vorgezeichnet, aus dem Hobby wird mehr und mehr der Beruf. Witte trainiert überwiegend bei der Bundesligamannschaft mit, wird bei allen Spielen im Kader sein. Soweit es der Spielplan zulässt, gilt gleiches für die Regionalliga. Training ist zurzeit täglich, bis auf das vormittägliche Training, solange Witte noch in der Ausbildung ist. "Es ist schon mal stressig, aber ich bekomme das immer in den Griff. Es macht Spaß, auch wenn das Hobby zum Beruf wird", sagt Witte. Am Ende der Ausbildung möchte Witte die Grundausbildung bei der Bundeswehr absolvieren mit dem Ziel, in die Sportkompanie in Warendorf aufgenommen zu werden. Das würde Witte ermöglichen, weiter beim Verein zu trainieren. Vom Haster "Mini" in die Bundesliga - der Traum geht weiter, auch mit großer Unterstützung der Eltern. "Ich werde weiter hart daran arbeiten", verspricht Witte.

Simon Witte ist auf dem Sprung zum Stammspieler bei GWD Minden.
  • Simon Witte ist auf dem Sprung zum Stammspieler bei GWD Minden. Fotos: hga


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