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SG Hohnhorst-Haste gewinnt das Spitzenspiel beim Lehrter SV 35:34 und schließt zum Tabellenführer auf

Siegtreffer durch Dönitz mit der Schlusssirene

Handball (ni). Während seine Schützlinge beim Lehrter SV ackerten und schwitzten, um ihren Traum vom Regionalliga-Aufstieg am Leben zu halten, musste Marc Siegesmund mit Lungenentzündung das Bett hüten. Doch der Coach des Oberligisten SG Hohnhorst-Haste hielt stets Kontakt zu Manager Uwe Lehfeld, der die Betreuung der Mannschaft übernommen hatte - und beide durften am Ende jubeln. Die SG siegte im Verfolgerduell nach großartiger kämpferischer Leistung knapp mit 35:34. Zum Matchwinner avancierte Fabian Dönitz, der drei Sekunden vor der Schlusssirene gefoult wurde und den fälligen Siebenmeter zum Siegtreffer verwandelte.

"Wir haben superstark angefangen. Aber am Ende hätte es so oder so ausgehen können", räumte Ersatzcoach Lehfeld ein. "Es war ein glücklicher Sieg." Zu Beginn hatte es gar nicht so ausgesehen, als würde sich die Partie zum Ende hin zu einem solchen Krimi entwickeln. Die SG, die den Lehrter Shooter Marcel Wendt in Manndeckung nahm, stand kompakt, packte in der Defensive aggressiv zu und fuhr präzise Tempogegenstöße. "Bis zum 9:6 lief es wie erhofft", so Lehfeld. Doch dann habe das Team fünf Minuten lang die Kontrolle verloren. "Wir haben in der Defensive Probleme bei der Übergabe des Kreisläufers gehabt, und vorne haben wir zu schnell und überhastet abgeschlossen." Urplötzlich schien die Partie entscheidend gekippt zu sein. Zur Pause lagen die Lehrter mit 18:13 vorne. Auch nach dem Seitenwechsel schafften es die Hohnhorster trotz Umstellung auf eine 6:0-Deckung zunächst nicht, den Rückstand zu verkürzen. "In der 45. Minute haben wir dann innerhalb der Abwehr noch einmal verschoben - und dann passte es auf einmal wieder." Die SG hatte jetzt wieder mehr Ballgewinne und fuhr reichlich Gegenstöße. Tor um Tor holten die nimmermüde fightenden Gäste auf. In der Offensive glänzte Paul Weiser, der immer wieder wichtige Schüsse nahm und traf. In der 52. Minute hatten sich die Schaumburger endlich den Gleichstand erkämpft. Nun war es völlig offen. Die Partie wogte hin und her. 30 Sekunden vor dem Abpfiff gelang der SG der 34:34-Gleichstand, doch die Hausherren hatten die Chance, die Uhr mit dem letzten Angriff herunterzuspielen und den Todesstoß zu setzen. Ein Ballgewinn der aggressiv verteidigenden SG sieben Sekunden vor Schluss sorgte für den Showdown, den Dönitz mit seinem siebten Treffer des Abends vollendete. Der Rest war Jubel. Nach Punkten haben die Siegesmund-Mannen zum Tabellenführer aufgeschlossen. SG: Wengler 3, Kirchmann 3, Weiser 7, Engel 7, Krikli 5, Daseking 3, Dönitz 7.




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