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Sieben Kinder in Kliniken gebracht

Bad Münder. Stadtbrandmeister Carsten Koch hatte beim Stadtfeuerwehrtag gestern gegen 11 Uhr gerade eine Pause ausgerufen, als die Pieper vieler Gäste Alarm gaben: Einsatz in Bad Münder, Kellerbrand an der Rahlmühler Straße.

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Sieben Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren wurden vor Ort notärztlich behandelt und mit Rettungswagen nach Hameln und Hannover gebracht, wo sie in Kinderkliniken untersucht wurden. Unklar war zunächst, ob sie sich Rauchgasvergiftungen zugezogen haben. Die Leitstelle Hameln hatte mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ Alarm für die Rettungsdienste ausgelöst.

Zwei Leitende Notärzte und sechs Rettungswagen des DRK und der Feuerwehr rückten aus Bad Münder, Hameln, Hessisch Oldendorf und Marienau an. Ein achtes Kind habe man vor Ort behandelt können, sagte der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, Michael Bretzing. Am späten Nachmittag teilte das Polizeikommissariat auf Anfrage mit, fünf Kinder seien bereits wieder entlassen worden, zwei vorsorglich stationär aufgenommen worden.

Ein Problem für die Rettungskräfte: In einem Kellerraum muss es nach Angaben der Feuerwehr rund 1000 Grad heiß gewesen sein. Elektrokabel und Abwasserleitungen hingen in den Raum hinab – und gefährdeten die Einsatzkräfte. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar, die Stadt bot den Bewohnern Ersatzwohnungen an. Sie zogen es jedoch vor, bei Verwandten und Bekannten zu übernachten.

Die Ermittler schließen einen technischen Defekt aus. Sie vermuten, dass Kinder im Kellergeschoss gekokelt haben. Dort wurde ein kleiner Haufen aus Stoff- und Papierresten entdeckt, der offenbar angezündet worden war. Eine Vorsatztat wird jedoch ausgeschlossen. „Wir ermitteln wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung“, sagte ein Beamter.

Kinder, die im Garten gespielt hatten, sahen Rauch aufsteigen. Einige liefen ins Haus und weckten ihre Mutter. Die Frau warnte sofort alle Bewohner. Dadurch konnten sich alle Familien rechtzeitig in Sicherheit bringen.jhr/ube

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