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Die Paschenburg hat einen neuen Bildhauer: Arthur Friske verlässt die "Erlebniswelt Steinzeichen"

Sieben Frauen gründen Verein "Steingarten"

Schaumburg (wm). Keine drei Monate war das Bildhauergelände mit der Werkstatt an der Paschenburg nach dem Auszug von Peter Lechelt verwaist. Dort ist jetzt Bildhauer Arthur Friske aus dem Auetal eingezogen - und mit ihm der neu gegründete Verein "Steingarten Paschenburg", bestehend aus sieben Damen, darunter Vorsitzende Gabriele Theuerkauf und ihre Stellvetreterin Silvia Withöft-Foremny aus Laatzen. Aus dem einstigen "Garten der geliebten Steine" ist jetzt der "Steingarten" geworden.

Ein gemeinnütziger Verein, wie Gabriele Theuerkauf betont: "Wir dürfen Spendenquittungen ausstellen." Und Sponsoren seien willkommen, da auf dem Gelände in eine Neugestaltung investiert werden müsse. Die Damen, die bereits im Steinzeichen unter Anleitung von Friske eigene Skulpturen geschlagen haben und mit Steinen deshalb umgehen können, helfen dem Bildhauer zurzeit bei der Einrichtung der Bauhütte und auf dem weitläufigen Gelände. Auch Friskes Freunde vom Motoryachtclub Rinteln, wo er einen alten Segler liegen hat, haben für die Umzug des tonnenschweren Inventars von Steinbergen zur Pagenburg mit Lkw und Hebekran ausgeholfen . Friske war sechs Jahre in der "Erlebniswelt Stein- zeichen" in Steinbergen mit seinem Bildhauerstudio, wo er im Rahmen der Bildhauer-Workshops auch als Lehrer gearbeitet hat. Zum Umzug, berichtet Friske, hätte ihn unter anderem bewegt, dass in letzter Zeit der Vandalismus an den Skulpturen auf dem Steinzeichengelände stark zugenommen hätte. So sei jüngst ein Ammonit zerschlagen worden. Wie Friske und Theuerkauf betonten, wolle man auf dem Gelände an der Paschenburg die Workshops fortsetzen, auch für Jugendliche und Kinder. Kontakte mit der Volkshochschule habe man schon aufgenommen. Doch zunächst müsse dafür noch eine Menge auf dem Gelände getan werden. So soll die Bauhütte eine Toilettenanlage erhalten, eine Küche und einen ausgebauten Werkstattraum. Friske ist bekannt geworden durch seine gegenständlichen Skulpturen - vor allem Tierfiguren gehören zu seiner Spezialität. So begrüßen an der Paschenburg ein großer Bär und zwei Schildkröten die Besucher. Im Saupark Springe steht ein von ihm in Sandstein gehauener Keiler. Und aus einem zwei Meter großen und drei Tonnen schweren Sandsteinquader hat er eine Eule geformt - die vom Steinzeichen mit an die Paschenburg umgezogen ist. Das Bemerkenswerte an der kolossalen Skulptur ist vor allem das Farbenspiel des steinernen Federkleides: Je nach Lichteinfall wechselt der Sandstein aus Schlesien zwischen Ocker und Gelb-Orange. In Bückeburg steht Friskes "Summstein" - steckt man den Kopf in die Höhle des Sandsteins und atmet tief summend aus, lösen die Töne Vibrationen aus, die den ganzen Körper erfassen. Einen ersten Kunden für eine Auftragsarbeit hatte Friske schon wenige Tage nach dem Einzug: Ingrid Boldt aus Harsefeld, die die Schaumburg und Pagenburg besucht hat, ließ sich für ihre Pension mit Ferienwohnungen die Hausnummer "7a" in Stein hauen, darüber eine strahlende Sonne. Wenn alles fertig ist - auch ein neues Tor soll entstehen - wollen Friske und der Verein alle interessierten Bürger zu einer festlichen Eröffnung einladen. Auch andere Veranstaltungen können sie sich auf dem Gelände vorstellen. Bildhauer Peter Lechelt hatübrigens auch wieder ein neues Zuhause gefunden: Er richtet sich in Bad Nenndorf ein, sein neuer Skulpturengarten wird ein Teil des Kurparks.




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