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Musiker im Porträt: Miriam Bruns-Laroche tritt beim Wettbewerb „Made in Schaumburg“ an

Sie komponiert beim Spazierengehen

Rinteln. Diese Sängerin hat in ihrem Leben bisher ganze drei Minuten auf der Bühne gestanden, drei Zufallsminuten bei der „Songwriters Night“ in Minden. Ihre Lieder, die sie unter dem Namen „Theothersideofwho?“ im Internet veröffentlicht, hat sie alle auf dem heimischen Sofa aufgenommen. „Was sollte ich tun?“, sagt sie. „Ich bin ja zur Musik gekommen wie die Jungfrau zum Kind.“
Ja, es ist schon eine echte Überraschung, dieses Gespräch mit Miriam Bruns-Laroche aus Stadthagen, die sich am 13. März als Einzelkämpferin auf die große Bühne im Brückentorsaal stellen wird, um mit acht Bands und einem DJ um den Sieg im Wettbewerb „Made in Schaumburg“ anzutreten. Auch die Auswahljury wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, dass die Medizinische Fachangestellte längst Mutter von zwei Kindern ist, aber erst seit einem Jahr singt und komponiert. Ihre Stimme nämlich hat etwas umwerfend Jugendliches. Ihre Songs sind vielschichtig und eingängig zugleich, einfach eine sehr schöne Musik, die klingt, als stamme sie von jemandem, der von jeher mit dieser Musik lebt.
Angefangen hat es mit dem Texten rund um typische Songwriter-Themen, reduzierte, auf den Punkt gebrachte Texte wie etwa derjenige vom „Puzzles of Life“, in dem es darum geht, sein Leben so zu ordnen, dass die Erinnerungen sich wie Puzzlestücke zusammensetzen und, bitte, in einen Rahmen passen. Irgendwann fiel ihr auf, dass diese gedichtähnlichen Texte fast wie von selbst nach einer Melodie fragen. „Ich komponiere im Kopf“, sagt sie, „beim Spazierengehen oder Fahrradfahren. Manchmal halte ich an und singe einen Refrain in mein Smartphone.“
Ihr Tonstudio ist eine App, also ein kleines Programm zum Aufnehmen und Bearbeiten von Musik auf ihrem Smartphone. „Gut, dass es so etwas gibt“, sagt sie. „Ich spiele ja kein Instrument und könnte auch gar nicht die Noten aufschreiben.“ Mit Hilfe der App aber kann sie auch Begleitmusik komponieren, und, man mag es wirklich kaum glauben, so entstanden diese Lieder, die nicht nur bewegen, sondern die auch ausgesprochen professionell wirken. Miriam Bruns-Laroches Stimme steht dabei im Vordergrund. Mit dieser warmen Stimme wohl, die sie niemals geschult hat und die doch ohne jede Unsicherheit ein großes Repertoire umfasst, wird sie sich ganz gewiss behaupten unter den Bands bei „Made in Schaumburg“.
„Klar bin ich ziemlich aufgeregt bei dem Gedanken, ganz allein auf der Bühne zu stehen, vor so vielen Leuten“, sagt sie. „Aber ich denke, dass man es mir nicht anmerken wird.“
Ihre Hoffnung ist, dass sie bald einen Begleiter findet, am liebsten einen Pianisten. Dass das gelingt, ist eigentlich mehr als wahrscheinlich. Miriam Bruns-Laroche alias „Theothersideofwho?“ tritt ja gerade erst ins Rampenlicht. Dass sie Aufmerksamkeit erregen und Fans auf ihre Seite ziehen wird, das ist wohl keine Frage.

Theotherside


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