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Sicher durch den Alltag

Bad Münder. Ihre Aufgabe: Mitzuwirken an der Verbesserung der Lebensqualität der älteren und behinderten Mitbürger. Und zu dieser Aufgabe gehört es für die Mitglieder des münderschen Beirates für Senioren und Menschen mit Behinderung, sich vor Ort über schwierige Punkte zu informieren und auf Probleme hinzuweisen. Unter der Leitung des Vorsitzenden Bernd Petermann unternahmen Vorstandsmitglieder jetzt einen Rundgang durch die Stadt.

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Begleitet wurde die Gruppe von Uwe Hünefeld. Petermann begrüßte die Beteiligung des Fachbereichsleiters Bauen der Stadt, konnte er doch aufkommende Fragen schnell beantworten oder Anregungen aus dem Gremium mitnehmen.

Statt harscher Kritik verteilten die Beiratsmitglieder bei der jüngsten Tour vorwiegend Lob. „Es tut sich ja doch etwas in Bad Münder“, stellte Hans-Hermann Heide fest. Vom Steinhof aus führte die Route des Tages über die Markt- und Echternstraße Richtung Lange Straße. Der Punkt, der die Senioren dort besonders interessierte: Wie kann die Situation im Kreuzungsbereich von Langer Straße und Bahnhofstraße so gestaltet werden, dass gerade ältere Menschen die Straße gefahrlos überqueren können? Hünefeld stellte vor, worauf es auch Sicht der Verwaltung besonders ankommt. Positiv bewertet wurde vom Beirat, dass die Stadt bereits mit der Verkleinerung eines Beetes, der Absenkung des Bordsteins und einer neuen Pflasterung das Überqueren für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren und auch für Eltern mit Kinderwagen erleichtert habe.

Thema des Rundgangs war auch die Situation an der öffentlichen Toilette am Parkplatz Lange Straße. Heide, selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, demonstrierte den Beiratsmitgliedern, wie der Zugang mit dem „Euro-Schlüssel“ funktioniert. Im Mai hatte die Verwaltung auf Anregung des Seniorenbeirates die bis dahin geschlossene Toilettenanlage auf das Euro-Schlüssel-System umgestellt. Der Schüssel ist bei Nachweis der Behinderung erhältlich und sichert europaweit den Zugang zu 12 000 behindertengerechten Toiletten.

Weiterer Punkt des Rundgangs war die Baustelle im Laurentiusweg – dort werden derzeit Wohnungen für seniorengerechtes Wohnen auf der ehemaligen Hofstelle Schmidt errichtet. Die Standortwahl fand bei den Beiratsmitgliedern Zustimmung: „Zentral in der Stadt gelegen, Einkaufsmöglichkeiten ganz in der Nähe – ein guter Standort“, urteilten Heide und Petermann.jhr

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