weather-image
32°
Freiwilligendienst bei den AWO GSD

Sich nach Talent und Interessen engagieren

Bad Münder (lil). Ob als Überbrückung vor einer Ausbildung, nach der Elternzeit oder bereits im Ruhestand – unter dem Motto „Ich bin in Bad Münder dabei!“ bieten die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD) Frauen und Männern ab 16 Jahre die Möglichkeit, sich nach ihren persönlichen Fähigkeiten und Interessen einzusetzen. Marc Schierl (16) und Kevin Bartels (20) sind die Ersten, die ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Gesundheitszentrum Deisterallee in Bad Münder absolvieren.

270_008_5133248_lkbm_1201_Bufdi_AWO1.jpg

„Der BFD ist eine gute Chance, sich fachlich weiterzubilden und sich weiter zu entwickeln“, sagt Friedhelm Hallmann, Ansprechpartner für die Freiwilligendienste im Gesundheitszentrum. „Gleichzeitig entlasten und ergänzen die Freiwilligen die Arbeit unserer Mitarbeiter.“ Zehn Stellen hat die Einrichtung an der Deisterallee geschaffen. Einsatzorte sind die Deister-Süntel-Klinik, die Rehabilitationsklinik Bad Münder und die Pflegeeinrichtung in Bad Münder. Auch können die sich Freiwilligen im Fahrdienst oder im technischen Dienst engagieren. „Wir können Wünsche relativ schnell umsetzen“, sagt Hallmann.

So erfüllte der Koordinator den Wunsch von Kevin Bartels: Der Böbberaner übernimmt seit Anfang November den Fahrdienst. „Ich bin nun mal autoverrückt“, erklärt der 20-Jährige. Bartels befördert nicht nur Patienten, sondern transportiert auch etwa Blut zur Blutbank. „Auch beliefere ich die anderen Dialysestationen der AWO in Bad Pyrmont, Stadthagen und Hannover“, berichtet er. „Die Aufgaben sind abwechslungsreich. Und mit den Patienten ist es angenehm, man hat mit ganz unterschiedlichen Leuten zu tun.“

In der Pflegeeinrichtung engagiert sich Marc Schierl. Im Sommer hatte er eine Ausbildung in einer Großbäckerei begonnen, die jedoch seinen Erwartungen nicht entsprach. Seit dem 1. Dezember erfreut der 16-Jährige die Bewohner mit seinen selbstgebackenen Waffeln, spielt mit ihnen Karten und hört ihnen zu. „Morgens kümmere ich mich ums Frühstück, abends ums Abendbrot. Auch helfe ich mal bei der Pflege“, erzählt er. „Die Bewohner sind alle begeistert und freuen sich, wenn ich vorbeikomme.“

Die beiden jungen Männer sind 38,5 Stunden pro Woche (Vollzeit) im Einsatz, dafür bekommen sie ein Taschengeld von 330 Euro sowie Verpflegung. „Die Finanzierung ist vom Bund geregelt“, so Hallmann. „Die Arbeitszeiten und die Dauer ihres Diensts stimmen wir mit den Freiwilligen ab.“ Am Ende erhalten die Freiwilligen ein Zeugnis. „Es kann auch passieren, dass sich nach der Tätigkeit eine feste Stelle ergibt.“

Ansprechpartner Friedhelm Hallmann ist unter 05042/5061412 oder per E-Mail an freiwillich@awogsd.de zu erreichen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare