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Unnötige 21:27-Heimniederlage gegen den MTV Großenheidorn

SG Hohnhorst-Haste vergeigt im Derby eine 15:10-Halbzeitführung

Handball (hga). 14 Heimspiele blieb die SG Hohnhorst-Haste in der Oberliga in eigener Halle ungeschlagen, am letzten Spieltag kam der MTV Großenheidorn, sah und siegte 27:21 (10:15). Damit erreichte der MTV als Tabellendritter ein nicht erwartetes, gutes Saisonergebnis. Für die Hausherren reichte es am Ende für den fünften Tabellenplatz, auf dem die SG ebenfalls vor Saisonbeginn nicht gesehen wurde.

Fabian Dönitz (M.) setzt sich durch und trifft für die SG Hohnho

"Was willst du dazu noch sagen", SG-Coach Marc Siegesmund war insgesamt enttäuscht, insbesondere in der zweiten Hälfte ließ die SG viel vermissen. Das Spiel begann ausgeglichen mit dem zunächst besseren Auftritt für den MTV, der 6:4 (10.) führte. In der Folge verlor der MTV mehr und mehr den Faden, schloss schlecht ab und fing sich einige Kontertore ein. Hinzu kam, dass SG-Torhüter Andre Rudolph in Hälfte eins deutlich besser war als seine Pendants Götz Heuer und Lars Wagner. Beim 12:6 (24.) für die SG war der MTV völlig von der Rolle. "Das sah nach Handball aus, wenig Fehler, aus dem Lauf gespielt", befand Siegesmund. MTV-Coach Stephan Lux hingegen war unzufrieden, rüttelte nach dem 10:15-Pausenrückstand seine Mannschaft auf. "Vorne war das schlecht", erklärte Lux. "Passt mal auf, fünf Tore hinten, da muss jetzt was gehen", lautete die Halbzeitansage von Lux, der zudem seine Abwehr von 4:2 auf 3:2:1 umstellte. Aufseiten der Hausherren herrschte offenbar die Meinung, die Führung wäre groß genug, ein Abrufen der vollen Leistung nicht mehr nötig - ein folgenschwerer Irrtum. Nach nur fünf Minuten glich der jetzt deutlich bessere MTV zum 16:16 aus, ab der 19:17-Führung beherrschte der MTV die Szene, Wagner schaffte im MTV-Tor eine mitentscheidende Steigerung. Die SG schraubte die Fehlerquote hoch, vergab viele gute Möglichkeiten, denen die Mannschaft beim 20:24 (55.) nachlief. Ohne Erfolg, auch einige Glanzparaden von Rudolph halfen nicht mehr. "Wir waren engagierter", konstatierte Lux. "Ohne Druck, ohne alles", lautete das Fazit der zweiten Hälfte von Siegesmund. Der SG fehlten am Ende die Emotionen und der letzte Wille, um sich erfolgreich gegen die Niederlage zu stemmen, auf diesem Gebiet waren die Gäste entscheidend besser. SG: Weiser 8, Dönitz 4, Daseking 3, Wengler 2, Gümmer 2, Hillebrand 1, Kirchmann 1. MTV: Muschelknautz 6, Christoph Lindemann 5, Franzke 4, Maiko Lindemann 3, Salzwedel 3, de Salvo 2, Seegers 2, Wieneke 1, Teßmann 1.

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