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Der Expertentipp zum altersgerecht vernetzten Wohnraum

Selbstbestimmt altern im Smart-Home

So lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause wohnen – das steht bei den meisten Haus- und Wohnungsbesitzern ganz oben auf der Wunschliste. Um die eigenen vier Wände altersgerecht zu gestalten, muss es allerdings nicht immer gleich der große Umbau sein. Experte Oliver Rilling, beantwortet Fragen zum Thema.

Wie kann die Hausautomation zur altersgerechten Wohnraumgestaltung beitragen?

Vieles, was sonst von Hand zu tun wäre, lässt sich automatisieren: Das Bedienen von Rollläden, Markisen, Toren und Eingangstüren zum Beispiel. Sprechanlagen mit Videoüberwachung erhöhen die Sicherheit an der Haustür. Mit Bewegungsmeldern gekoppelte Beleuchtungen beugen gefährlichen Stürzen vor, wenn man beispielweise nachts auf die Toilette muss.

Kann man das Ganze aufeinander abstimmen?

Ja, mit einem Smart-Home-System lassen sich unterschiedliche Funktionen zu Szenarien verbinden. So können etwa zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch alle Rollläden herunterfahren, die Türen verriegelt und noch geöffnete Dachfenster geschlossen werden.

Ist die Bedienung eines solchen Systems kompliziert?

Nein. Computer gehören für die Generation, die jetzt allmählich in die Jahre kommt, ja schon zum Alltag. Da die Bedienung per App auf einem Tablet oder Smartphone ausgeführt werden kann, hat man jederzeit einen schnellen und einfachen Zugriff. Seitenlange Gebrauchsanweisungen sind Schnee von gestern.

Kann ein Smart-Home-System weitere Hilfen bieten?

Ja, beispielweise kann man auch von unterwegs immer kontrollieren, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Oder ein anderer Fall: Stellen Sie sich vor, ein alleinstehender Mensch ist gestürzt, und befindet sich in einer hilflosen Lage. Ein automatisch abgesetzter Notruf, bei dem zugleich die Wohnungstür für die Helfer entriegelt wird, kann Leben retten.

Wie aufwendig ist die Einrichtung?

Dank der Funkvernetzung lässt sich das System mit wenig Aufwand und ohne das Verlegen zusätzlicher Steuerleitungen einbauen. Durch den modularen Aufbau sind auch bedarfsgerechte Anpassungen und Erweiterungen leicht zu realisieren.

Über das Förderprogramm 155 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum altersgerechten Umbauen werden auch Smart-Home-Systeme gefördert, die das Leben in den eigenen vier Wänden erleichtern. Damit macht es der Staat älteren Menschen noch leichter, für mehr Komfort und Sicherheit zu sorgen. Die Gewährung der Förderung ist unabhängig vom Lebensalter des Antragstellers – von dem zusätzlichen Komfort kann man also bereits in jungen Jahren profitieren. Auskünfte erteilen die Experten im lokalen Fachhandel und den örtlichen Handwerksbetrieben. djd/pt




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