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Fans feiern „The Blues Band“ in der Blues Garage / „Es ist schön, wieder hier zu spielen“

Seit mehr als 30 Jahren zelebrieren sie den Blues

Gleich mehrmals wurde das Konzert der Blues Band mit Zwischenapplaus und Bravo-Rufen der begeisterten Fans gekrönt. Eigentlich nichts Besonderes in der Blues Garage, gibt sich doch hier regelmäßig die Crème de la Crème des Blues die Klinke in die Hand. Wenn jedoch „The Blues Band“ die hohe Kunst des Blues in Isernhagen demonstriert, wird das Publikum mit dem Nonplusultra dieser vokalen und instrumentalen Musikform verwöhnt.

Gute Blues-Bands gibt es wie Sand am Meer, doch es gibt nur eine dieser Formationen, die das „The“ vor diesem Namen stehen hat – und eben diese drei Buchstaben machen diese Gruppe so außergewöhnlich und interessant.

The Blues Band wurde bereits 1979 von Paul Jones (Gesang/Mundharmonika), Tom McGuinness (Gesang/Gitarre), Hughie Flint (Schlagzeug), Dave Kelly (Gesang/Gitarre) und Gary Fletcher (Gesang/Bass) gegründet. Mit nur einer Umbesetzung – Rob Townsend kam 1982 für Flint – gehört das Quintett bis dato zu den innovativsten Blues Bands weltweit – Tendenz weiter steigend.

Alle Musiker haben bereits den Status „Living Legends“, gehören seit mehr als 30 Jahren zu den Besten ihres Faches – so setzte Paul Jones bis 1966 unter anderem den Manfred-Mann-Hits „Do Wah Diddy“ und „Pretty Flamingo“ das „i-Tüpfelchen“ auf, während Tom McGuinness in der gleichen Kombo den Sechs-Saiter zupfte. Gitarrist und Sänger Dave Kelly jammte mit Muddy Waters und John Lee Hooker, Gary Fletcher mit den beiden Whitesnake-Mitgliedern Bernie Mardsen und Micky Moody – Rob Townsend trommelte bei Family.

Im Einklang mit seinem Instrument – Paul Jones bei „Work Song“.

Blues-Garagen-Chef „Henry“ brachte es auf den Punkt: „The Blues Band“ spielt hier fast jedes Jahr, ist bei den Fans und auch bei mir immer ein gern gesehener Gast“. Die Verpackung hielt, was sie im Vorfeld versprach: Blues der Güteklasse 1, dargeboten von einer Formation, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt hat.

Nüchtern betrachtet besteht der Blues aus drei Akkorden, die über zwölf Takte monoton wiederholt werden. Doch das Hauptmerkmal liegt weniger in der Versiertheit – die eigenwillige Interpretation des Stückes, macht den Titel erst zu einem guten Bluessong.

Dreh- und Angelpunkt der Band ist Paul Jones, der mit seiner Bluesharp fast allen Songs sein Gütesiegel aufsetzt. Wie gut der Musiker sein Instrument beherrscht, wird bei dem Stück „Work Song“ von Oscar Brown jun. deutlich. Fantastisch, wie Stimme und Bluesharp miteinander harmonieren, zudem Jones das sogenannte „Bending“ – ein gleitender Ton-zu-Ton-Übergang – perfekt beherrscht.

Tom McGuinness brilliert bei „Living With The Blues“, Gary Fletcher widmet sich bei „That’s My Way“ mehr seiner Stimme als dem Bass, während Multi-Instrumentalist Dave Kelly mit seinem Können eigentlich jeden Song veredelt.

Grandios interpretieren die „Fab 5“ den gleichnamigen Titelsong ihres aktuellen Albums „Few Short Lines“ – doch auch gelungene Cover wie Bob Dylans „Maggie’s Farm“ und „Tabacco Road“ von John D. Loudermilk, gehörten zum Programm der Blues-Helden, die einmal mehr nach 100 Minuten ein restlos begeistertes Publikum auf den Nachhauseweg schickt.

Weitere Konzerte in der Blues Garage

Am 24. Februar wird der dänische Blueser Thorbjörn Raisager & Band ein Konzert in der Blues Garage geben – unter anderem Songs aus seinem aktuellen Album „Dust & Scratches” präsentieren. Einen Tag später, am 25. Februar, wird die Kiss Forever Band, die Songs der legendären Formation zu neuem Leben erwecken. Kopie oder Original? – entscheidet selbst.

Showtime für beide Konzerte: 21 Uhr. Karten: www.bluesgarage.de




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