weather-image
16°
Gnadenhochzeit von Lotti und Fritz Rüpke

Seit 70 Jahren im Hafen der Ehe

BARKSEN. Liebe auf den ersten Blick – die hat Lotti Ortel und Fritz Rüpke am 23. Januar 1948 in den Hafen der Ehe geführt.

Lebt seit mehr als 50 Jahren im Eigenheim in Barksen: das Gnadenhochzeitspaar Lotti und Fritz Rüpke. ah
Avatar2

Autor

Annette Hensel Reporterin

Somit sind die 91-Jährige und der 97-Jährige seit nunmehr 70 Jahren verheiratet. Gnadenhochzeit heißt dieses besondere Jubiläum, das zwei Monate vor ihnen auch Königin Elizabeth II. und Prinz Philip feierten. „70 Jahre mit Gottes Segen“, sagt Lotti Rüpke und Ehemann Fritz ergänzt: „Wir haben auch in schweren Zeiten zusammengehalten.“ Kennengelernt hat sich das Paar 1942 in Lotti Ortels Heimat, dem Warthegau. Die beiden werden getrennt, als der junge Luftwaffen-Soldat nach Frankreich versetzt wird und in Gefangenschaft gerät. Lotti Ortel flüchtet 1945 ins Westhavelland, lebt einige Zeit im Schloss Ribbeck. Über das Rote Kreuz kann Fritz Rüpke ausfindig gemacht werden, 1947 sieht sich das Paar in Rüpkes Heimatort Weibeck endlich wieder. Wenige Monate später findet die Trauung in der Weibecker Kirche statt. Anfangs wohnen die jungen Eheleute mit in Rüpkes Elternhaus, mieten dann eine Wohnung in Barksen, wo sie 1966 „mit nichts“, wie Lotti Rüpke betont, ihr Eigenheim bauen.

1951 kommt Tochter Adelheid, 1956 Sohn Heinz zur Welt. Lotti Rüpke arbeitet mehr als 20 Jahre im Curlan Teppichwerk, ihr Ehemann 35 Jahre für die Süntelwaldgenossenschaft. Zudem kümmert sich das Ehepaar viele Jahre liebevoll um die Tochter, als diese an Multipler Sklerose erkrankt; im Alter von 50 Jahren stirbt sie. „Wir haben sehr viel Schweres mitgemacht, es aber doch immer gemeinsam gemeistert“, erklären die Eheleute. Anlässlich ihrer Gnadenhochzeit am 23. Januar lassen sich Lotti und Fritz Rüpke den kirchlichen Segen geben und feiern mit Familie, Freunden und Nachbarn in der Weinschänke Rohdental. „Als wir 1948 geheiratet haben, gab es kaum etwas zu essen, deshalb wollen wir uns heute so richtig satt essen“, meint das Ehepaar und ergänzt: „Wir sind so glücklich und dankbar, dass wir Menschen in der Nachbarschaft haben, die uns helfen.“

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare