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Arbeitslosigkeit weiter gesunken / Quote in Stadthagen mit 8,2 Prozent am niedrigsten im Bezirk

Seit 13 Jahren war der Juni nicht mehr so gut

Weserbergland (mafi). Die Arbeitslosigkeit im nördlichen Weserbergland ist auf den niedrigsten Stand in einem Juni seit 1995 gefallen. Wie der Chef der Arbeitsagentur Hameln, Henrik Steen, gestern berichtete, sorgt "die anhaltend gute Auftragslage vieler Unternehmen - insbesondere im exportorientierten Bereich - weiterhin für eine Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau". Im Juni waren in der Region zwischen Holzminden und Stadthagen 17 827 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet - 3,1 Prozent weniger als im Mai und 12,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Landkreis Hameln-Pyrmont verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen binnen eines Monats um 4,4 Prozent und innerhalb eines Jahres um 16 Prozent auf 6897. Seit Jahresbeginn haben sich 9677 Betroffene bei den Arbeitsbehörden abgemeldet - dem stand ein Zugang von "nur" 8882 gegenüber.

Die Auftragslage der Unternehmen im Weserbergland ist gut - wie

Die positive Situation mache sich auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar, sagt Steen. Bis Juni wurden den Arbeitsverwaltern der Region 7,6 Prozent mehr Lehrstellen gemeldet als im gleichen Vorjahreszeitraum. "Das ist sehr erfreulich - Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden", erklärt Steen. Es gebe weiterhin mehr unversorgte Bewerber als offene Stellen. "Wir sind für jeden zusätzlichen Ausbildungsplatz dankbar, der uns gemeldet wird," so Steen. Immerhin: Rangelten im "Berufsberatung s jahr" 2005/06 rechnerisch zwei Bewerber um eine Stelle, kamen ein Jahr später drei junge Leute auf zwei Plätze, jetzt sind es vier auf drei Angebote. Die Zahl der seit Oktober gemeldeten Ausbildungsstellen ist im Juni um 91 auf 2249 gestiegen. Damit liegt dieser Wert um 7,6 Prozent über dem des Vorjahres. Zum Stichtag im Juni waren noch 740 Ausbildungsstellen unbesetzt. Dem standen 1362 unversorgte Bewerber gegenüber. Mehr als jeder zweite der Ausbildungsplatzsuchenden hat die Schule bereits im Vorjahr oder noch früher verlassen. Um möglichst viele Interessenten auf die noch freien Stellen in der Region zu vermitteln, hat unsere Zeitungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Hameln wieder eine Lehrstellenbörse eingerichtet; sie erscheint seit voriger Woche an zehn Donnerstagen im Rahmen der Serie "Ausbildung für alle!" Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in der Gruppe der unter 25 Jahre alten Bewerber agenturweit auf 1689 gesunken; vor einem Jahr waren es noch 1900. Die Arbeitslosenquote für diese Gruppe liegt mit 8,5 Prozent um 0,3 Punkte unter den allgemeinen Durchschnitt. Von den 17 827 arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Hameln wurden im Juni 5384 durch die Bundesbehörde betreut, 4,3 Prozent weniger als im Mai. 12 443 waren als Bezieher von Arbeitslosengeld Kunden des Job-Centers, 2,6 Prozent weniger als im Vormonat. Im Juni wurden 1131 Stellen aus dem ersten Arbeitsmarkt zur Besetzung gemeldet. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Mai. "Damit bewegt sich die Nachfrage nach Arbeitskräften unverändert auf einem hohen Niveau", betont Steen. Einen deutlichen Zuwachs um 34,6 Prozent gegenüber dem Vormonat habe es bei den Fertigungsberufen gegeben: Hier wurden 529 offene Stellen gemeldet. Insbesondere die Metall ver- und bearbeitenden Berufe seien angesichts von 202 Stellenzugängen hervorzuheben. 525 neue Arbeitsplätze wurden für den Dienstleistungsbereich gemeldet - 113 weniger als noch im Mai. Während in der Geschäftsstelle Springe die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat konstant blieb, ist sie in den übrigen Gebieten der Arbeitsagentur Hameln gesunken. Auch in Bad Pyrmont liegt die Quote angesichts der üblichen Sommerbelebung mit 9,7 (Mai: 11,0) Prozent nun im einstelligen Bereich. In Hameln sind es 8,9 Prozent (minus 0,3 Punkte). Am besten steht in der Region Stadthagen da mit 8,2 Prozent (minus 0,2), Rinteln meldet 9,2 Prozent. Die Situation im Weserbergland ist aber nach wie vor ungünstiger als allgemein in Niedersachsen/Bremen, das eine Quote von 7,7 Prozent meldet.

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