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3000 begeisterte Fans rocken auf der Gilde Parkbühne mit Bryan Adams & Band

Seine Songs kommen noch immer „Straight From The Heart“

„I got my first real six-string, bought it at the five-and-dime – played it ’till my fingers bled, was the summer of 69“, dröhnt es aus den Boxen, als Bryan Adams vorgestern auf der Gilde Parkbühne einen seiner bekanntesten Songs anstimmt.

Seine erste Gitarre war damals eine „Sunburst Red Stratocaster“, die er sich 1970 im britischen Reading gekauft hat – in Hannover bearbeitet der gebürtige Kanadier unter anderem eine goldfarbene Gibson, die dem legendären Song „Summer Of 69“ aus dem Jahr 1985 den unverkennbaren Sound verleiht. Im Lied erinnert sich der Sänger an seine Jugendzeit, als er seine erste Gitarre kaufte, seine erste Band gründete und die Liebe zu seiner Freundin entdeckte – die beste Zeit seines Lebens, wie er in Interviews oft betont.

Heute ist Adams 53 und kann auf eine Top-Karriere zurückblicken, die ihm, neben 70 Millionen verkauften Tonträgern und unzähligen Auszeichnungen, 2011 einen Stern auf dem „Walk Of Fame“ bescherte.

Mit „House Arrest“ geht’s pünklich um 20.45 Uhr los – danach lässt der bekennende Veganer seine mehr als 35-jährige andauernde Karriere Revue passieren, die eigentlich erst 1983 mit dem Album „Cuts Like A Knife“ so richtig Fahrt aufnahm.

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„Everywhere I go, the kids want to rock“ klingt es aus 3000 Kehlen, als der Echo-Preisträger sein „Kids Wanna Rock“ vom Publikum mitsingen lässt. Zusammen mit seinem langjährigen Gitarristen Keith Scott bestimmt Adams, was an diesem Abend an spektakulären Aktionen auf der Bühne passiert.

Zwischendurch einige Anekdoten aus dem Tour-Alltag. So erzählt er, dass er nach dem Album „Waking Up The Neighbours“ fast vier lange Jahre am Stück auf Tour war und das Folgealbum „18 Till I Die“ deshalb erst fünf Jahre später erschien.

„Can’t Stop That Thing We Started“ – wie wahr, denn der „Botschafter des guten Hörens“ spielt und singt sich die Seele aus dem Leib. Dass in ihm auch manchmal der Romantiker erwacht, beweist das Multitalent spätestens bei der Ballade „Have You Ever Really Loved A Woman“, die 1995 als Vorlage für den Soundtrack „Don Juan De Marco“ (mit Marlon Brando und Johnny Depp) diente – „einer meiner besten Songs, die ich bis dato geschrieben habe“, versichert der Rocker. Seinen Ruf als „Balladenkönig“ wurde der „Musketier des Rock’n‘ Roll“ später noch einmal mehr als gerecht, denn keiner schmachtet „Everything I Do (I Do It For You,“ so herzergreifend wie Mr. Adams.

„I love this song“, schreit Adams ins Publikum und stimmt „Hearts On Fire“ an. Dabei liefern sich Scott und er ein Gitarren-Battle der Güteklasse 1 – und das „cuts like a knife“ ins Gehör der Fans – Canadian-Rock der Extraklasse. „Ihr habt Bier, Bratwurst – was wollt ihr mehr?“, ruft der Mann mit dem adretten Fassonschnitt seinen Fans zu, die mit lautem Geschrei antworten.

Zwei junge Mädchen sitzen zusammengekauert neben der Bühne – die Hitze macht an diesem Abend auch vor der jüngeren Generation nicht Halt. 30 Grad – wie gut, dass genügend „Grün“ für eine kurze Regenerationsphase da ist. Vielleicht etwas zuviel, denn ein paar mehr Konzertbesucher hätten es ruhig sein dürfen – zu stolz waren da wohl die Eintrittspreise, zudem erschien das letzte Album des Kanadiers 2008.

An Bryan Adams und seiner fantastischen Band hat es jedoch nicht gelegen – ein super Konzert, ein super Publikum und ein super Wetter – letzeres wünschen wir dem Veranstalter auch für die nächsten Freiluft-Konzerte, denn mit Ina Müller, Helene Fischer, Peter Maffay und David Garrett gastieren in den nächsten 14 Tagen vier weitere Super-Acts „out in the green“.

Bryan Adams startet Deutschlandtour vor 3000 Fans auf der Gilde Parkbühne in Hannover.

ò Keith Scott spielt seit 1981 in der Band von Bryan Adams.




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