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Sein Ziel: Das Tal der Süntelbuchen

Bad Münder. Wenn Jochen Rothe über Süntelbuchen spricht, dann klingt das wie eine Liebeserklärung: „Es gibt nicht die Süntelbuche – aber es gibt das Geheimnis um die Süntelbuche. Dieser Baum ist es für unsere Region wert, geschätzt zu werden. Geliebt zu werden. Gepflegt zu werden.“ „Das Tal der Süntelbuchen“ hat Rothe sein Projekt genannt, dass Kommunen von Bad Münder bis Bad Nenndorf miteinander verbinden soll.

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Lange hat Rothe, Mitglied im münderschen Freundeskreis Süntelbuchen, am Konzept gefeilt, dann Verantwortliche in den Kommunen mit ins Boot geholt. Seine Idee: In einem Leitsystem sollen die außergewöhnlichen Bäume in der Region zusammengefasst werden. An den einzelnen Standorten werden Stelen mit Hinweisen zu Besonderheiten des Baumes und einer Wegbeschreibung zum nächsten markanten Exemplar aufgestellt. In Bad Münder, Rodenberg und Bad Nenndorf sollen zudem größere Tafeln auf die Bedeutung des Erhalts der einzigartigen Süntelbuchen hinweisen und die einzelnen Standorte beschreiben.

Als Zielgruppe hat Rothe alle Interessierten im Blick – er sieht auch die touristische Bedeutung. Schließlich sei die Süntelbuche ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Region. „Wir dürfen als Einzige sagen: Wir haben die Fargus sylvatica var. suentelensis.“ Dass die Mutation der Rotbuche lange Zeit als „Hexenholz“ oder „Teufelsholz“ bezeichnet wurde und nahezu ausgerottet wurde, das Geheimnisvolle, Mystische die Bäume aber noch immer umgibt, erhöht den Reiz.

Die einzelne Routen im „Tal der Süntelbuchen“ können zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erreicht werden. Die längste Strecke würde rund 40 Kilometer betragen, aber auch einzelne Traversen könnten begangen werden, erklärt Rothe. „Man kann sich dann einteilen, wo man laufen möchte – etwa von Bad Münder und den Süntelbuchen am Steinhof oder an der Süntelstraße aus rüber nach Beber. Dort im Pfarrgarten steht ein spektakulärer Baum“, erklärt er.

Rothe freut sich darüber, dass das Projekt gut angelaufen ist. Er sei bei Bürgermeister Hartmut Büttner und seinen Kollegen in Bad Münder und Rodenberg auf Interesse gestoßen, sie hätten auch als Verteiler der Projektidee gewirkt und sie in die Orte getragen. Etwa nach Nienstedt, wo Rothe jetzt gemeinsam mit Ortsbürgermeister Karl-Wilhelm Baule und Helfern zwei junge Süntelbuchen am Ehrenmal pflanzte. „Schon meine Vorgänger Willi Borchers uns Wilfried Hücker wollten Süntelbuchen pflanzen – jetzt klappt es endlich“, erklärte Baule.

„Im Augenblick können wir natürlich noch keine Touristen nach Nienstedt schicken, aber nach und nach werden die jetzt gepflanzten Bäume auch gewachsen sein, und dann wird entweder das Projekt erweitert oder noch ergänzt“, sagt Rothe. Das Projekt sei schließlich auf die Zukunft ausgerichtet, soll langfristig die Süntelbuche würdigen.jhr



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