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Grenzüberschreitende Ausbildung: "Leuchtturmprojekt'' für Luft- und Raumfahrt

Sechs Franzosen werden in Achum zu Flugzeugmechanikern ausgebildet

Achum (wop). Nachdem Mitarbeiter von Luftfahrtunternehmen seit geraumer Zeit nach europaweit verbindlichen Kriterien (EASA/JAR-Norm) ausgebildet werden, ist es dennoch nichtüblich, dass die Ausbildung grenzüberschreitend erfolgt.

Bei einem deutsch-französischen Gipfeltreffen haben der damalige Bundeskanzler Schröder und der französische Premierminister Raffarin angeregt, ein "Kompetenznetz Luft- und Raumfahrtindustrie" für die Ausbildung zu schaffen. Dieses "Leuchtturmprojekt'' soll ein Beispiel für andere Bereiche geben, welche noch nicht europaweit zusammenarbeiten. Für eine erste Versuchsphase hat das niedersächsische Kultusministerium die Berufsbildenden Schulen Rinteln mit deren maßgeblichen Ausbildungsstätten, die Firma MTU Maintainance Hannover und die Ausbildungswerkstatt (H) Bückeburg gebeten, mit dem Austausch zu beginnen. In diesen Tagen sind sechs junge Franzosen für drei Wochen zu Gast bei MTU in Hannover und der Ausbildungswerkstatt in Bückeburg. In Achum sind es zwei 21-Jährige, eine junge Frau und ein junger Mann. Der Vorbereitungsaufwand war beträchtlich, denn trotz gleicher Ausbildungsziele unterscheiden sich die Wege in beiden Ländern erheblich. Es mussten preiswerte Unterkünfte und Verkehrsanbindungen gesucht sowie ein Programm entwickelt werden, das neben den fachlichen auch kulturelle Inhalte des Gastlandes vermitteln konnte. Zur sprachlichen Verständigung wurde auf Englisch ausgewichen. Den beiden "Bückeburgern" hat es gut gefallen in Schaumburg, nicht nur wegen der Möglichkeit, am Wochenende mit dem Segelflugzeug in die Luft zu gehen und das Hamburger Airbuswerk zu besichtigen. Im Herbst 2008 werden sechs junge Niedersachsen, zwei davon aus Bückeburg, für vier Wochen nach Frankreich reisen, um sich dort europäisch zu qualifizieren.




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