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Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims im Doppelpack /

„Hannover, ihr seid ganz oben“ 20 000 Fans beim großen

„Wettsingen in der TUI-Arena“

Den Anfang machte Über-Sohn Xavier Naidoo, frei nach dem Motto seines aktuellen Albums „Gib nicht auf, denn alles wird besser werden!“ Kein spektakuläres Opening – ganz einfach, bei noch geschlossenem Vorhang, tritt er seitlich auf die Bühne: Xavier Naidoo, der mit „Mut zur Veränderung“ den Auftakt zu seinem Konzert in der TUI- Arena gibt.

Eine Welle der Begeisterung erfasst die Menge, als in der Mitte des Songs der Vorhang fällt und eine gleißende Lichterflut die Halle erleuchtet. Eine gigantische, riesige Glitzer-Weltkugel dreht sich während der Show über der Bühne. Sie lässt den Zuschauer erahnen, dass Xavier uns Menschen erneut auf die globalen Probleme hinweisen möchte. Bestätigt darin wird man nach dem ersten Song, als der gebürtige Mannheimer das Wort an das Publikum richtet: „Wir sind im Krieg, wie ihr alle wisst, aber ich bin mir sicher, wir wollen Frieden, oder?“ Durch diesen Ausspruch und auch viele weitere Kommentare zu seinen Songs, entsteht diesmal besonders der Eindruck, dass Xavier seinen Fans sehr nahe sein möchte.

Bei „Gib dich nicht auf“ erklärt Naidoo, dass der Song all denen gewidmet ist, die sich momentan in einer ausweglosen Situation befinden und kämpfen müssen. Er appelliert dabei an unsere Nächstenliebe, dass wir nach rechts und links schauen müssen, wenn wir „Am Leben interessiert“ seien. „Gib dich nicht auf“ wurde von Daniel Stoyanova gesanglich unterstützt, der später auch mit Cassandra Steen eine „Stadt“ baute. Insgesamt war die Show sehr abwechslungsreich gestaltet. Xavier brachte neue Songs seines Albums „Alles kann besser werden“ und alte Songperlen wie „20 000 Meilen“, „Sie sieht mich nicht“ oder „Ich kenne nichts“. Als noch Metaphysics auf die Bühne stürmt, ein Mitglied der Söhne Mannheims, scheint das Programm für den Zuschauer perfekt abgerundet. Im Zugaben-Block „Himmel über Deutschland“, „Was wir alleine nicht schaffen“ und „Halte durch“.

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Xavier Naidoo (li) und Tino Oac bei „Iz On“.

Auf weitere Zugaben von Xavier durften sich dann die Fans einen Tag später freuen, denn auch die Söhne Mannheims ließen erneut die Discokugel rotieren, erklärten die TUI Arena „zum betroffenen Mannheimer Gebiet“.

Ein Sohn kommt selten allein

Grelle Scheinwerferblitze kündigten das größte Künstler-Kollektiv Deutschlands an, das ihre schweißtreibende Show unter lautem Jubel der Fans mit dem Opener „Iz On“ begann. Und „This Is Only A Beginning“, denn die vier Frontleute Henning Wehland, Tino Oac, Michael Klimas und Xavier Naidoo gaben in den mehr als 150 Minuten mehr oder weniger die musikalische Richtung an.

Nach dem Anheizer-Ritual ging es dann bei „Geh davon aus“ zunächst auf die Hocker. Man verwies im unplugged-Teil auf das „Wettsingen in Schwetzingen“, holte bei „Ich wollt nur deine Stimme hörn“ mit Flötistin Stefanie Wagner zum ersten Mal in der Geschichte der Söhne Mannheims eine Frau auf die Bühne, bevor das Trio Naidoo, Tino Oac und Florian Sitzmann (Klavier) den Song „Und wenn ein Lied“ performten. Bei „Can You Feel It“ waren dann alle „dressed in red“. Man animierte das Publikum zum Gemeinschafts-Hopsen und später bei „Babylon-System“ zum Gemeinschafts-Singen – die Halle kochte.

Mit „Wenn du schläfst“ ging es in die Nachspielzeit, die mit drei weiteren Songs noch einmal 15 Minuten dauerte. Nach dem Motto „Wir sind verrückt“ gab es danach das kollektive Umdrehen – und man konnte es kaum glauben: Jeder Musiker hatte einen Buchstaben auf dem Rücken – die einzelnen Buchstaben ergaben dann den Bandnamen „Die Söhne Mannheims“.

Zum Abschluss liefen über die Anzeigetafeln und Kugel die Zahlen der Waffentransporte von Deutschland – nun ja, ohne den mahnenden Zeigefinger geht es halt auch bei den Söhnen Mannheims nicht.

Fazit: Zwei Tage HipHop, Soul, Reggae, Pop und Rock vom Feinsten – da war sicher für jeden etwas dabei.




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