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Schwestern wieder auf der Straße

Bückeburg. Um ihrem Protest gegen erwartete Einkommenseinbußen in Höhe von 16 Prozent Ausdruck zu verleihen, haben 85 Beschäftigte des Krankenhauses Bethel am gestrigen Mittwoch bereits zum dritten Mal eine "aktive Mittagspause" vor der Einrichtung an der Herminenstraße eingelegt. Mit dabei waren erstmals auch Kollegen und Kolleginnen aus den Krankenhäusern Stadthagen und Rinteln, die sich mit den Bückeburgern solidarisierten.

"Wir haben unseren Beschäftigten klipp und klar ausgerechnet, was die Pläne der Arbeitgeber für sie an Einbußen bedeuten", sagt Vertrauensmann Peter Bigalke. Demnach erhalte eine (Allein-)Verdienerin in einer unteren Gehaltsgruppe in der Lohnsteuerklasse drei, mit einem eingetragenen Kinderfreibetrag und einem Kind, vor der geplanten Absenkung monatlich 1500 Euro. "Danach", so Bigalke, "würden es nur noch 1283 Euro sein, 216 Euro weniger". Würde diese Mitarbeiterin mit den gleichen Merkmalen dagegen neu eingestellt, rechnet Bigalke, würde sie nur noch 1191 Euro Netto erhalten. Übrigens: Am morgigen Freitag stehen Schlichtungsgespräche im Tarifstreit an. Über deren Ergebnis wird ver.di die Bethel-Beschäftigten am Mittwoch, 30. Mai, informieren. Bei der dann vierten "aktiven Mittagspause" - und wieder auf der Straße.




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