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Schwerer Unfall bei Bakede: Opfer erliegt seinen Verletzungen

BAKEDE. Vollsperrung auf der Kreisstraße von Hamelspringe nach Bakede: Ein Audi-Fahrer ist am Mittwoch auf Fahrzeuge der Straßenmeisterei aufgefahren und hat dabei einen Arbeiter tödlich verletzt. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Die Straße nach Bakede ist derzeit voll gesperrt.
Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
Heinrich Jochim ist ein besonnener Mann. Der stellvertretende Stadtbrandmeister ist so lange Mitglied der Feuerwehr, dass er mit den Folgen schweren Verkehrsunfällen vertraut ist. Gestern jedoch war auch Jochim tief betroffen – er gehörte zu den Ersthelfern, die sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um einen 59-Jährigen kümmerten, der von einem Auto angefahren wurde. Doch auch zwei Notarztteams konnten dem Mann nicht helfen, er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.
Um 10.27 Uhr setzte Jochim den Notruf ab. Kurz zuvor hatte auf der Kreisstraße zwischen Hamelspringe und Bakede der 71-jährige Fahrer eines Audi A3 den 59-Jährigen offenbar ungebremst frontal erfasst. Der Mitarbeiter der Straßenmeisterei Stadthagen war mit seinem 26-jährigen Kollegen damit beschäftigt, Fahrbahnschäden zu beseitigen. Dazu hatten sie ihr Fahrzeug mit Anhänger auf der rechten Fahrspur abgestellt, auf dem Dach leuchteten große Warnleuchten und machten auf die Arbeiten aufmerksam.
Bei der Kollision mit dem Auto prallte der ältere Mitarbeiter der Straßenmeisterei gegen die Windschutzscheibe, wurde dann rund 20 Meter weit auf den Asphalt geschleudert. Der Audi überrollte einen Fuß des jüngeren Mitarbeiters, bevor er mit großer Wucht zwischen Anhänger und Fahrzeug der Straßenwärter prallte.
Neben Jochim kümmerten sich weitere Ersthelfer um die Verletzten, übergaben dann an die Rettungskräfte. Aufgrund der Schwere der Verletzungen des 59-Jährigen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 4 angefordert und landete kurze Zeit später auf der Kreisstraße. Gemeinsam mit einem Notarzt aus Hameln und DRK-Rettungskräften aus Bad Münder kämpfte die Besatzung um das Leben des Mannes – doch dessen Kopfverletzungen waren zu schwer. Er verstarb noch im Rettungswagen. Sein Kollege wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gefahren, ebenso der Autofahrer, der einen Schock erlitt. Eine Ersthelferin wurde nach einem Zusammenbruch von Pastor Dietmar Adler seelsorgerisch betreut.
Warum der Autofahrer auf gerader Straße, die Sonne im Rücken, die Mitarbeiter der Straßenmeisterei nicht wahrnahm, war den Rettungskräften an der Unfallstelle ein Rätsel. Bremsspuren waren auf dem trockenen Asphalt nicht zu sehen. Auf den unklaren Hergang reagierte die Polizei mit spezieller Technik zur Unfallaufnahme. Eingesetzt wurde das Phidias-Verfahren, mit dem rechnergestützt maßstabsgerechte Skizzen angefertigt werden können. Die Staatsanwaltschaft ordnete den Einsatz eines Gutachters und die Sicherstellung der Unfallfahrzeuge an, für die Dauer der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme war die Kreisstraße bis in die späten Nachmittagsstunden voll gesperrt.

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