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Schwerer Unfall bei Überholmanöver – B 442 voll gesperrt

EIMBECKHAUSEN. Ein 78 Jahre alter Autofahrer aus Bad Münder ist am Montagvormittag bei einem Überholmanöver auf der Bundesstraße 442 verunglückt – der Fiat Panda des Seniors rammte zwischen Eimbeckhausen und Lauenau zunächst einen entgegenkommenden Ford Fiesta und prallte danach frontal gegen einen Baum.

Der Fahrer dieses Fiat Panda wollte einen Trecker überholen. Der Kleinwagen rammte ein entgegenkommendes Auto und prallte dann frontal gegen einen Baum. Fotos: Behmann
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Ein Notarztteam behandelte den Schwerverletzten, brachte ihn mit einem Rettungswagen des Roten Kreuzes zum Sana-Klinikum nach Hameln. Der Ford-Fahrer soll sich zum Glück lediglich einen Schock und vermutlich ein Halswirbelsäulen-Syndrom zugezogen haben. Der 22-Jährige aus Messenkamp wurde mit einem DRK-Rettungswagen nach Vehlen zum Klinikum Schaumburg gebracht. Die B 442 musste während der Rettungs-, Ermittlungs- und Bergungsarbeiten für eine Stunde voll gesperrt werden. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Vor allem Brummi-Fahrer saßen fest. Die Polizei veranlasste Rundfunkdurchsagen.

Der schwere Unfall ereignete sich gegen 8.25 Uhr an der Kreisgrenze in Höhe von „Klein Amerika“. Der Münderaner sei mit seinem Fiat Panda in Richtung Lauenau unterwegs gewesen, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Ketelhut am Einsatzort. In einer 70er-Zone habe der Senior versucht, einen Traktor zu überholen. Der 78-Jährige muss dabei den ihm entgegenkommenden Ford übersehen haben. Folge: Der Fiat krachte gegen die linke hintere Seite des Ford. Der Rentner verlor dadurch die Kontrolle über seinen Kleinwagen. Der Panda schleuderte nach links über die Fahrbahn und prallte dort mit großer Wucht gegen einen Baum. Der Ford drehte sich, blieb aber auf der B 442 stehen. Bergungsexperten rückten mit Kran und Tieflader an. „Wir haben den zerstörten Fiat auf unseren Transporter hieven müssen“, sagte Andreas Schmidt. „Den Ford konnten wir mit der Seilwinde auf einen Abschleppwagen ziehen.“

Die Rettungskräfte hatten am Vormittag außergewöhnlich viel zu tun – nicht nur der Unfall auf der B 442 hielt sie in Atem. Auch zahlreiche schwere Krankheitsfälle forderten den Einsatz der medizinischen Teams. Zeitweise waren die Notärzte aus Hameln, Bad Münder, Bad Pyrmont und Bodenwerder zeitgleich im Einsatz. Weil noch weitere Notfälle aus Hameln und Bad Münder gemeldet wurden, musste die Regionalleitstelle in Hameln den Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes und das fliegende Notarztteam des Hubschraubers „Christoph 4“ aus Hannover alarmieren. Die Maschine des Bundesinnenministeriums landete in Bad Münder.

Die Bundesstraße 442 ist voll gesperrt. Retter kümmern sich um die Unfallopfer, Polizisten sichern Spuren. Es bildeten sich kilometerlange Staus.
  • Die Bundesstraße 442 ist voll gesperrt. Retter kümmern sich um die Unfallopfer, Polizisten sichern Spuren. Es bildeten sich kilometerlange Staus.
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