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Klimawandel nicht Ursache für Eisschmelze

Schweizer Gletscher schrumpfen sowieso

Zürich. Schweizer Gletscher werden in naher Zukunft weiter schrumpfen, selbst wenn sich das Klima nicht mehr erwärmen würde. Das sagen Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Die Wissenschaftler erklären die Schmelze damit, dass die Reaktion von Gletschern den Klimaveränderungen um Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinterherhinkt. Das Wachstum und das Zurückschmelzen der Schweizer Gletscherzungen werden seit über 100 Jahren genau verfolgt. Die Forscher haben diese Aufzeichnungen genutzt, um die Änderungen des Eis-Volumens von zwölf Gletschern des Alpenstaates zu rekonstruieren. Zudem entwickelten sie ein Modell, mit dem sich berechnen lässt, wie sich Niederschlag und Temperatur auf die Länge und das Volumen der Gletscher auswirken.

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Autor:

Heinz P. Dietrich

Die Analyse zeige, dass die unterschiedlichen Längenänderungen der Gletscher nur von ihrer Größe und Steilheit abhängen. Demnach könnten sich steile Gletscher bei von nun an konstantem Klima zwar nach einigen Jahrzehnten stabilisieren, flache und große Gletscher würden aber auch nach 100 Jahren noch an Masse und Volumen verlieren.

Ein Mann wandert über den Silvretta-Gletscher in der Nähe von Klosters. Forscher meinen: Schweizer Gletscher werden weiter schrumpfen.

Foto: dpa

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