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Auf CDs finden sich Informationen zu mutmaßlichen Steuerbetrügern – auch aus Deutschland

Schweizer gibt brisante Daten an Wikileaks

London. Der Schweizer Ex-Banker Rudolf Elmer hat der Internetplattform Wikileaks Tausende Daten von mutmaßlichen Steuerbetrügern übergeben. Der Gründer der Enthüllungsseite, Julian Assange, nahm die Dateien gestern in London auf CDs entgegen.

Der Schweizer Ex-Banker Rudolf Elmer mit den CDs.  Foto: afp

Autor:

Britta Gürkeund Michael Donhauser

„Wir werden diese Informationen so behandeln, wie wir alle anderen Informationen auch behandeln, die wir bekommen“, sagte Assange. „Es wird eine vollständige Offenlegung geben.“ Die Auswertung der Daten werde einige Wochen oder sogar länger dauern, erläuterte Assange. Man werde sie nach den üblichen Wikileaks-Methoden zum Beispiel auf Widersprüche überprüfen oder Experten kontaktieren.

Die Schweizer Zeitung „Der Sonntag“ hatte berichtet, die Daten enthielten Namen, Vermögensangaben und Kontobewegungen von rund 2000 Bankkunden, die ihr Geld am Fiskus vorbei deponiert haben sollen. „Die Dokumente zeigen, dass sie sich hinter dem Bankgeheimnis verstecken, um möglicherweise Steuern zu vermeiden“, sagte Elmer der Zeitung. Mit dabei seien Multimillionäre, internationale Konzerne und Hedgefonds aus zahlreichen Ländern, etwa aus der Schweiz, Deutschland, den USA und Großbritannien. Laut Elmer sollen auch Künstler und rund 40 Politiker darunter sein.

Nach eigenen Angaben hat Elmer bereits vor Jahren dem damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Material angeboten, jedoch keine Antwort bekommen. Morgen muss sich Elmer in Zürich wegen des Vorwurfs der Verletzung des Bankgeheimnisses und Nötigung verantworten.



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