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195 bestätige Fälle im Landkreis / Volle Wartezimmer auch in den Praxen der Kurstadt

Schweinegrippe: Die Impfbereitschaft wächst

Bad Münder (st/jhr). Soll ich oder soll ich nicht? So lautete inzwischen die zentrale Frage zur Schweinegrippe-Impfung. Die Infektionszahlen steigen in der sogenannten „zweiten Welle“ rasant an, immer mehr Münderaner entscheiden sich trotz anfänglicher Skeptis zum schützenden Pieks gegen das Virus vom Typ A/H1N1.

Den Inhalt zweier Ampullen muss die Arzthelferin Tina Krüger zun

Seit Beginn der Ausbreitung der Neuen Influenza ist die Zahl der Erkrankten im Landkreis auf 195 bestätigte Fälle gestiegen. Die Folge: Die Nachfrage nach der Impfung habe stark angezogen, sagt der Sprecher des Ärztenetzwerks Dr. Henning Stolte. „Die Leute sind deutlich impfwilliger. Die Praxen in Bad Münder sind voll.“ Die Meldungen von ständig neuen Infektionen habe die Bevölkerung umdenken lassen. Und zudem: „Nach meinen ersten Erfahrungen wird der Impfstoff besser vertragen als erwartet“, so Stolte. Außer leichten örtlichen Schwellungen und Kopfschmerzen sei ihm bislang keine weitere Nebenwirkung bekannt. Der „relativ eindeutig positive Nutzen“ der Impfung sei mittlerweile erwiesen. Trotzdem verlangten die Patienten eine ausführliche Beratung, weshalb momentan viel zu tun sei für die impfenden Ärzte.

Viel zu tun gibt es auch im Gesundheitsamt in Hameln – dort impfen Amtsarzt Dr. Rolf Fleischer und sein Team vorrangig die Menschen, die beruflich zur Versorgung der Bevölkerung gebraucht werden: Krankenschwestern und Mitarbeiter der Rettungsdienste, Feuerwehrleute. Nur in Ausnahmefällen werden freie Plätze in den Impfreihen mit anderen Personen besetzt. In der kommenden Woche steht in Bad Münder die Impfung des Personals der Deister-Süntel-Klinik an, die Mitarbeiter konnten sich dazu in Listen eintragen. Auffällig: Obwohl mit vielen Menschen in Kontakt, wollen sich längst nicht alle Mitarbeiter immunisieren lassen. Ebenso freiwillig wie in der Klinik ist die Impfung bei der Polizei, in der kommenden Woche ist ein Polizeiarzt mit dem Impfstoff im Kommissariat. „Ich kann es jedem Kollegen nur empfehlen, aber die Entscheidung muss jeder für sich treffen“, sagt Willi Fedorzcuk, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes.

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