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Sondersitzungen zum Schulzentrum Nord

Schwarz-Grün pocht auf 50 Prozent

Hameln. Mit Sonderfraktionssitzungen, denen sich unmittelbar nach Ostern ein Gruppentreffen anschließen soll, reagieren CDU und Grüne auf die Forderung von Landrat Tjark Bartels (SPD) nach einer „funktionellen Ausschreibung“ für das Schulzentrum Nord (wir berichteten). „Wir wollen versuchen, in die jetzt anstehende europaweite Ausschreibung noch Einsparpotenziale einfließen zu lassen“, hat die stellvertretende Gruppensprecherin Ursula Wehrmann gestern angekündigt. „Wenn es um die beste Schule zum besten Preis geht“, so zitiert die Fraktionsvorsitzende der Grünen den Landrat, „es bei der Qualität bleibt und wir sparen können, dann sind wir natürlich dabei.“ Es gebe bei den Christdemokraten und den Grünen schon Ideen, über die sich aber weder Wehrmann noch CDU-Fraktionschef Claudio Griese unter Verweis auf die Sondersitzungen äußern wollten. Das gelte auch für den vom Landkreis als unnötig bezeichneten Neubau einer Mensa. „Das ist ein Punkt, über den wir ebenfalls sprechen werden. Aber nur einer, denn wir haben noch mehr“, betont die Grünen-Politikerin.

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Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite

Wehrmann erinnert jedoch daran, dass die anstehende sogenannte Mosaik-Ausschreibung auf Betreiben des Landkreises in Angriff genommen worden sei. „Nun kann der Landrat sicherlich sagen, dass das vor seiner Amtszeit war, aber wir müssen uns auch an die Fakten halten“, sagt Wehrmann. Sie betont auch, dass rund acht Millionen der insgesamt für das Schulzentrum Nord veranschlagten 21,2 Millionen Euro für energetische Sanierungen am Albert-Einstein-Gymnasium und der Gesamtschule sowie für die Inklusion und Brandschutzmaßnahmen erforderlich seien. „Die Kosten wurden früher vom Landkreis mit 70 Prozent gefördert. Da würden wir uns freuen, wenn das auch jetzt der Fall wäre“, erklärt Wehrmann. „Wenn man diese acht Millionen von den 21,2 Millionen abzieht, sind wir bei 13,2 Millionen – und die wollen wir 50:50 bezuschusst wissen.“ Für den Fall, dass Bartels bei seiner avisierten Förderung von 25 Prozent als Geldzuwendung und 25 Prozent als Darlehen bleibe, „werden wir protestieren“, kündigt Wehrmann an. Diesbezüglich gebe es ebenfalls noch Klärungsbedarf. Die stellvertretende Gruppensprecherin stellt aber auch klar: „Je länger wir warten, desto teurer wird das Schulzentrum Nord werden. Und wenn wir sparen können, werden wir uns dem ganz sicher nicht verschließen.“

Schon allein, um die Kosten für die Container am Schulzentrum Nord nicht weiter ausufern zu lassen, drängt die Zeit für eine Entscheidung.Wal



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