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Schwarzwurzelessen der Grünen in der Samtgemeinde Nienstädt: Liberale lassen sich nicht mit Vanillesauce locken

Schwarz, Rot und Grün zur „Wurzelbehandlung“

Kirchhorsten (gus). Die Farbenlehre in der Samtgemeinde Nienstädt ist um ein Kapitel reicher geworden. Dem Schwarzwurzelessen der Grünen mit Grünkohl und optionaler Fleischbeilage ist eine weitere Speise hinzugefügt worden.

Erstmals kam statt Roter Beete rote Grütze auf den Tisch, dazu Vanillesoße. Damit waren auch die Anhänger der FDP farblich einsortiert worden. Trotzdem ließ sich kein Liberaler blicken. Organisator Friedrich Deventer hatte alle Fraktionschefs des Kreistags zu der Veranstaltung eingeladen. Immerhin schmeckten Michael Dombrowski (Grüne) die leckeren Speisen.

Deutlich bunter gestaltete sich das Polit-Publikum aus der Samtgemeinde. Rot, Grün und Schwarz gaben sich ein Stelldichein. Unter anderem erschienen die SPD-Bürgermeister der Gemeinen Nienstädt und Helpsen, Gerhard Widdel und Manfred Kesselring. Auch Hespes Vize Uwe Grone (SPD) und Helpsens Vize Martina Lohmann (CDU) hatten „Bock“ auf Kohl und Co.

Mit einem A-cappella-Stück vom Band stimmte Deventer die Gäste auf das bevorstehende Philosophieren ein. „Die Philosoffen waren alle besoffen“, hieß es im Refrain. So weit sollte es im „Alten Krug“ Kirchhorsten zwar nicht kommen, doch das eine oder andere alkoholische Getränk machte auch an der Schwarzwurzel-Tafel die Runde.

Deventer und Klaus-Ullrich Schmidt, die gemeinsam zu Grütze, Kohl und Wurzel eingeladen hatten, verwiesen auf den Sinn der Veranstaltung: Es solle ohne parteipolitische Zwänge in gemütlicher Runde über Themen des aktuellen Tagesgeschehens diskutiert werden. In solchem Rahmen, so Schmidt, kämen die besten Lösungsansätze zustande.

Der „Rauch“ habe sich nach der Kommunalwahl gelegt, die Änderungen seien minimal. Abgesehen davon, dass mit Ditmar Köritz ein jüngerer Samtgemeindebürgermeister ins Amt geht und junge Neulinge in den Räten sitzen, so Deventer. Davon erhoffe er sich frischen Wind, zudem spüre er die Bereitschaft zur Kooperation in der „Atomstromfreien Samtgemeinde Nienstädt“, womit der Grüne eine kommunale Aufgabe der näheren Zukunft ansprach: die Energiewende auf kommunaler Ebene zu verwirklichen.

Doch im „Alten Krug“ hatte zunächst das Farbspiel Vorrang. Nachdem Deventer die Tafelseite der SPD als den „linken Flügel“ ausgemacht hatte, wies ihn Kesselring darauf hin, dass auch auf der anderen Seite rote Servietten lagen. „Mit Grün“, fügte Deventer hinzu.

Unterm Strich erhielt die Farbe der Gastgeber das größte Lob: Der Grünkohl mundete den Gästen besonders gut. Nur in einer Frage waren sich Widdel und Helpsens Ex-Bürgermeister Adolf Neitsch uneinig: ob der Grünkohl im „Alten Krug“ Kirchhorsten oder der im Nienstädter Sporthaus der Beste ist. Widdel tendierte zum Sporthaus, Neitsch zum „Krug“ – Kirchturmdenken sei dies aber nicht, sondern Geschmackssache.



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