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Fachtagung an der Elisabeth-Selbert-Schule über Kommunikation mit interkulturellen Background

Schulung für Erzieher

HAMELN. Eine Fachtagung der Abteilung Sozialpädagogik der Elisabeth-Selbert-Schule zum Thema interkulturelle Kommunikation hat jetzt in Kooperation mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont stattgefunden.

Kerstin Jedicke und Karin Meier-Hoth betonten in der Begrüßung als Organisatorinnen des Fachtags seitens der Schule, dass sie mit der interkulturellen Kommunikation ein aktuelles Thema aufgreifen wollten, da Erzieherinnen und Erzieher in ihren Einrichtungen durch eine große Anzahl von Kindern mit Migrationshintergrund und Kindern und Eltern mit Fluchterfahrungen vor große Herausforderungen gestellt werden.

Ruth Leunig als stellvertretende Landrätin stellte in ihrem Grußwort ebenfalls die Bedeutung dieses Themas heraus und verwies darauf, dass gerade die Elisabeth-Selbert- Schule kulturelle Vielfalt nicht nur lehre, sondern lebe.

Als Hauptreferentin war Dr. Dunja Sabra eingeladen, die selbst mit Migrationshintergrund, in vielfachen Bezügen als interkulturelle Trainerin unterwegs ist. Dunja Sabra stellt als Ausgangspunkt ihrer Ausführungen heraus, dass Integration mit dem Wahrnehmen von Unterschieden beginnt. Sie zeigt in zwei Vorträgen kulturelle Barrieren und Hürden im Integrationsprozess auf. Ihr Augenmerk im zweiten Vortrag lag auf praktischen Beispielen, wie Erzieherinnen und Erzieher mit den vorhandenen Kommunikationshindernissen, insbesondere mit Eltern aus dem arabischen Raum umgehen können. Ihre lebendige und mitreißende Art des Vortrags enthielt immer wieder den Appell, kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und so das Denken und Handeln von Eltern aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Ländern zu verstehen. Aufgelockert wurden die Vorträge durch Lothar Schroer, der Märchen und Geschichten erzählte und alle Fachtagungsteilnehmer zum Mitmachen motivierte.

Nachmittags wurde das Programm durch praktische Workshops abgerundet. So berichteten Almuth Kaiser und Christine Tegtmeier-Hofmann von ihrer Arbeit im Café Spieloase, einem offenen Elterncafé besonders für Familien mit Migrationshintergrund. Britta Kunze vom Familienzentrum Stadthagen stellte das Konzept der Elterntalks vor. Dieses sind offene Klönrunden für Eltern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund zu Themen rund um Erziehung, sie werden von Eltern mit Migrationshintergrund geleitet.

Am Ende des Fachtags konnten die rund 80 Teilnehmer mit vielfältigen Anregungen und Informationen zu einem gelingenden kulturellen Miteinander im Gepäck nach Hause fahren.




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