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Schul-Umzug nicht mehr ausgeschlossen

Bad Münder. Der Kreis in Warteposition – und der Ball im Feld der Stadt. Wenn heute Abend der Finanzausschuss zur Sitzung im Steinhof zusammentritt, steht ein Punkt nicht auf der Tagesordnung: die Einbringung des Haushaltes. Der sollte, so war lange aus dem Rathaus zu hören, in einer Ratssitzung im Dezember eingebracht werden. Doch auch dieser Plan wurde wieder verworfen, jetzt wird eine Einbringung erst im kommenden Jahr favorisiert.

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Der Grund für dieses für Bad Münder ungewöhnliche Prozedere: Mit der Planung für den Haushalt 2014 ist eine Weichenstellung für die Nutzung der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schulgebäude als neuer Standort der Grundschule Bad Münder verbunden. Zwei grundsätzliche Alternativen wurden bislang in der Kämmerei vorbereitet: Ein Haushalt ohne Berücksichtigung der Schulgebäude an der Wallstraße – und eine Variante, in der ein Schul-Umzug mit den sich daraus ergebenden Investitionen berücksichtigt wird. Möglich ist aber seit einem interfraktionellen Gespräch gestern Abend auch die Variante, einen eventuellen Schulstandortwechsel über einen Nachtragshaushalt zu begleiten. „Es gibt Gespräche mit der Stadt Bad Münder um auszuloten, ob es sowohl finanziell als auch inhaltlich gangbar ist, die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule als neue Grundschule für Bad Münder zu nutzen“, erklärt Kreis-Kämmerer Carsten Vetter auf Nachfrage dieser Zeitung. Es sei sowohl für die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule als auch für die Grundschule der Sanierungsaufwand ermittelt worden – und auf Grundlage dieser Zahlen müssten jetzt die Stadt und der Rat überlegen, was für die Entwicklung Bad Münders der richtige Standort sei. „Erst, wenn diese Entscheidung getroffen ist, gehen wir ins weitere Verfahren“, erklärt Vetter – Einfluss auf die Haushaltsplanung des Kreises für 2014 soll die Entscheidung nicht haben.

Großen Einfluss auf die Haushaltsplanung der Stadt könnte ein Schulumzug hingegen sehr wohl haben – er wird nicht gratis zu haben sein. Allein die Frage einer Sporthallensanierung an der Wallstraße wirft Fragen auf. „Trotz Entgegenkommen des Landkreises wären da erhebliche Finanzierungsmittel aufzubringen“, macht Bürgermeister Hartmut Büttner deutlich. Er sagt aber auch: „Objektiv gesehen bietet die große Schule gute Voraussetzungen, um den Anforderungen an einen Grundschulstandort für eine inklusive Beschulung und ein Ganztagsangebot gerecht zu werden.“ Allerdings müssten noch einige rechtliche Fragen erörtert werden, das hätte auch das Gespräch gestern Abend erbeben.

Bis Mitte Januar hofft die Stadt ein Stück weiter zu sein, dann soll auch die Öffentlichkeit umfassend informiert werden. Dazu soll eine eigene Veranstaltung stattfinden.jhr

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