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Realschulrektor Horst Kynast bezieht Stellung im Streit um Gedenkstein aus NS-Zeit

Schulleiter: "Inschrift sollte entfernt werden"

Rinteln (crs). In der Diskussion um den umstrittenen Gedenkstein vor der Realschule bezieht jetzt auch Schulleiter Horst Kynast Stellung. Der Pädagoge schließt sich der kritischen Position zur Inschrift aus der NS-Zeit "Klagt nicht kämpft" an: "Die Inschrift sollte entfernt werden - und zwar bald."

Horst Kynast

Der Standort eines Steines mit einer solchen Inschrift vor einer Schule sei nicht optimal, wendet sich Kynast gegen die von Werner Zimmermann vom Arbeitskreis Denkmalschutz geäußerte Ansicht (wir berichteten). "Im Gegen- teil", sagt Kynast: "Die in Stein gemeißelte Aufforderung zum Kampf kann in keiner Weise mit schulischer Arbeit in Verbindung gebracht werden." Auch als Provokation zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit sei diese Aussage völlig ungeeignet: "Wie sonst ist zu erklären, dass in Jahrzehnten Schüler und Erwachsene achtlos an diesem Stein vorbeigehen?" Zimmermanns Aufforderung, jetzt habe die Schule die große Aufgabe, die Schüler über die historische Epoche aufzuklären und das Denkmal in den Unterricht einzubinden, wirke so, als habe die Schule den Nationalsozialismus nicht im Lehrplan - ein Eindruck, dem der Schulleiter vehement entgegentritt. Die Aufforderung "Klagt nicht kämpft" allerdings hätten andere im Programm, wie Kynasts Internet-Recherche ergeben hat. "Textilien und Gebrauchsgegenstände mit diesem Text werden Jugendlichen auf einschlägigen, sicher auch dem Verfassungsschutz bekannten Seiten angeboten."



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