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Grundschule Evesen feiert 100-jähriges Bestehen / Rektor Rolf Thielke: Worte gehen runter wie Öl

Schuljubiläum startet mit viel Kurzweil

Evesen (bus). Eine trotz einer beeindruckenden Rednerliste recht kurzweilige Zusammenkunft hat am Mittwoch den Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Grundschule Evesen gebildet. Für die Kurzweil zeichneten vor allen Dingen mehrere Beiträge der Schülerschaft verantwortlich; aber auch unter den elf Rednern fand sich niemand, der den Festakt im voll besetzten Eveser Sportzentrum über die Maßen strapazierte.

Der Schulchor begeistert mit den Beiträgen "Wir sind anders" und

Und falls ein Vortrag ein wenig aus dem vorgegebenen zeitlichen Rahmen fiel, stieß das auf das ungeteilte Verständnis der Anwesenden. So etwa, als Horst Deerberg die in Evesen im Vorfeld der Feier viel diskutierte Frage nach dem tatsächlichen Alter des Schulgebäudes schlussendlich beantwortete. Ein früher sichtbarer Stein über dem Schuleingang hatte 1907 als Jahr der Errichtung ausgewiesen; konkrete Unterlagen oder Pläne waren indes nirgends zu finden. Deerberg löste das Rätsel mittels eines Artikels aus der Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung. Dort stand am 15. April 1908 zu lesen: "Vorige Woche wurde in Petzen unter Anwesenheit Sr. Exz. des Staatsministers Frhrn. v. Feilitzsch, des Geh. Regierungsrats Bövers, des Baurats Wunderlich, des Schulrats Schwertfeger, des Pastors Ziesenberg, des Bausekretärs Krapf, der Lehrer mit ihren Schülern von der Schule Petzen, des Schulvorstandes und einiger Handwerksmeister die neue Schule eingeweiht." Was einerseits das Datum und auf der anderen Seite belegte, dass in Petzen bereits vor einhundert Jahren mit zahlreichen Gästen gefeiert wurde. Auf der Rednerliste standen außer Deerberg Ortsbürgermeister Horst Schwarze, Reiner Brombach (als Stadtdirektor und Bürgermeister), Regierungsschuldirektor Jürgen Landfester, Thorwald Hey (Schulausschuss), Pastor Heinz Schultheiß, Manfred Heidmeier (TVE Röcke), Karsten Theine (Spielmannszug Evesen), Matthias Nentwig (langjähriger Vorsitzender des Schulelternrats), Norbert Flei (stellvertretend für Bückeburgs Schulleiter) und Rektor Rolf Thielke. Thielke, der seine erste Unterrichtseinheit an der Grundschule Evesen 1985 absolvierte, konnte eine gewisse Rührung nicht verbergen, als er sich für die ausnahmslos positiv akzentuierten Stellungnahmen bedankte. "Die vielen netten Worte gehen runter wie Öl", gab er zu verstehen. "Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg und hoffe, mit den Anforderungen der rasch sich wandelnden Zeit Schritt halten zu können", sagte Thielke im Anschluss an eine Präsentation historischer Fotos und Begebenheiten. Den größten Applaus heimsten unterdessen die Schüler ein. Die Mädchen und Jungen der Klasse 2B begeisterten mit dem kleinen Schauspiel "Schule früher", das die "gehörige Ordnung" vergangener Zeiten spitzbübisch auf die Schippe nahm. Der von der 3A in Szene gesetzte "Lehrer Lämpel" wurde zwar, wiebei Wilhelm Busch vorgegeben, von einem Sprengstoffanschlag in Mitleidenschaft gezogen, erregte aber dennoch mehr Heiterkeit als Bestürzung. Ebenfalls viel Beifall erhielten die vom Schulchor vorgetragenen Gesänge "Schulfestlied" und "Wir sind anders".



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