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Schule zu verkaufen

Hachmühlen. Die Verwaltung bietet das im vergangenen Jahr geschlossene Schulgebäude in Hachmühlen zum Verkauf an. Auf der Internetpräsenz der Stadt und in Immobilienportalen findet sich der entsprechende Hinweis – auf 10 000 Euro wurde der Verkehrswert des Objekts taxiert.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Ebenfalls angeboten wird ein direkt gegenüber liegendes Baugrundstück, vielen Hachmühlern noch als Spielwiese und Pausenhof der Grundschule bekannt. Rund 1200 Quadratmeter ist es groß, der Wert wird in einem vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hameln-Hannover erstellten Gutachten mit 24 000 Euro angegeben.

Die genannten Preise sollen der Orientierung potenzieller Interessenten dienen, gleichzeitig aber auch die Untergrenze für Angebote darstellen, erklärt Annika John, Fachdienstleiterin Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Bis zum 9. Juni nimmt die Verwaltung Angebote für das Gebäude und das Grundstück entgegen. Interesse sei durchaus vorhanden, einige Anrufer hätten bereits Besichtigungstermine vereinbart. Bei einer Besichtigung kann dann auch erläutert werden, was für Ortsfremde zunächst verwirrend erscheinen mag: Verkauft werden soll nicht der gesamte Schulkomplex, sondern lediglich der Teil mit Flachdach. Rund 780 Quadratmeter ist das Grundstück groß, 460 Quadratmeter beträgt die Nutzfläche des Gebäudes. Baulich getrennt werden soll der angebotene Teil noch vom bisherigen Altbau der Schule. In dem waren bis zum vergangenen Jahr ein Klassenraum und ein Raum für die Nachmittagsbetreuung untergebracht. Durch die Trennung von Altbau und Schulanbau können die beiden Wohnungen im Altbau weiterhin genutzt werden, außerdem geht der örtliche Kindergarten in Hachmühlen mit seinem Gebäude in den Altbau über. Eine Option, die die Stadt nicht verlieren will, ist auch die Unterbringung der örtlichen Bücherei im Erdgeschoss des Altbaus.

Die bauliche Trennung hat aber auch für potenzielle Käufer Konsequenzen: Um das Gebäude nutzbar zu machen, muss eine Heizung eingebaut werden – bislang wurde der Gebäudetrakt vom Altbau aus mit Wärme versorgt. „Separate Strom-, Wasser- und Gasanschlüsse sind ebenfalls durch den Käufer anzulegen“, macht John deutlich.

Käufer sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass das Schulgebäude und die Freifläche an einen Kindergarten und eine Turnhalle angrenzen, außerdem in einem Gebiet mit Wohnhäusern liegt. „Grundsätzlich sind wohngebietsverträgliche gewerbliche Nutzungen oder wohnbauliche Nutzungen vorstellbar“, heißt es bei der Stadt. Das letzte Wort bei der Auswahl eines Käufers hat der Stadtrat.



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