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Kreisausschuss hat zugestimmt / Burdorf will Umzug "so schnell wie möglich" / Kostenermittlung läuft

Schule am Deister zieht nach Rodenberg

Rodenberg (bab). Die Förderschule "Schule am Deister" wird nach Rodenberg umziehen. Der Landkreis will die Schüler in den Räumen der Julius-Rodenberg-Schule unterbringen, wo bislang die fünften und sechsten Klassen der Stadtschule unterrichtet wurden. Das Gebäude wird dazu behindertengerecht umgebaut. Die Stadtschüler ziehen dann ins Hauptgebäude an der Suntalstraße.

Wie die zuständige Dezernentin, Eva Burdorf, angibt, hat der Schulausschuss des Landkreises eine entsprechende Empfehlung gegeben, der Kreisausschuss habe dem bereits zugestimmt. "Wir müssen jetzt in die Detailplanung gehen", sagt Burdorf. Bisher sei es darum gegangen, einen geeigneten Standort für die Schule zu finden. "Die Schule sollte im Nordkreis bleiben und in zentraler Lage", so Burdorf. Rodenberg sei als geeignet angesehen worden. "Es kommt auch darauf an, dass die Kinder für die Alltagstauglichkeit üben", erklärt die Erste Kreisrätin. Die Kinder könnten in der Innenstadt den Umgang mit öffentlichen Einrichtungen erlernen und so am sozialen Leben teilnehmen. "Wir legen Wert darauf, eine Stärkung des Schulstandortes zu bekommen", bewertet Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann die Entscheidung. Zudem verweist er auf die Raumsituation des Gymnasiums Bad Nenndorf, das die Räume derSchule am Deister benötige. "Das Gymnasium platzt aus allen Nähten." "Deshalb wollen wir den Umzug so früh wie möglich machen", sagt Burdorf. Sie stehe bei der Elternschaft des Gymnasiums im Wort, die Situation rasch zu beheben. Doch zuvor müsse der Bereich an der Rodenberger Schule behindertengerecht umgebaut werden. Auch Baumaßnahmen an der Stadtschule werden nach Auskunft Burdorfs nötig, denn die Klassen fünf und sechs ziehen dann an den zentralen Standort an der Suntalstraße. Für die Dezernentin ist das ein positiver Nebeneffekt, da die Haupt- und Realschüler in einem Gebäude zusammengefasst seien. Der Raum- und Finanzbedarf wird vom Landkreis jetzt ermittelt. Der Kreis geht davon aus, dass mit dieser Lösung die Kosten eines Neubaus "deutlich unterschritten" werden können. Für einen Neubau wären nach Schätzungen des Kreises rund acht Millionen Euro nötig. Rund 100 Kinder werden im kommenden Schuljahr laut Burdorf in der Schule am Deister mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung unterrichtet. Der Bereich Lernhilfe läuft in der Förderschule aus. Ab dem kommenden Schuljahr werden nur noch die Jahrgänge sieben, neun und zehn beschult. Lernhilfe-Schüler der Klassen eins bis vier werden in Obernkirchen unterrichtet, die übrigen Jahrgänge in Stadthagen.

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