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Ende des Jahres: Nur noch 211 Euro "Miese" pro Luhdener

Schulden sinken - da sagt keiner "nein" zum Haushalt

Luhden (tw). Gute Nachricht bei der Zusammenkunft des Rates am Donnerstagabend: Die Schulden der Gemeinde sinken. Während jeder Einwohner zu Beginn des Haushaltsjahres - theoretisch - noch mit 227,15 Euro in der Kreide steht, werden es am Ende des Haushaltsjahres nur noch 211,47 Euro sein. "Diese Summe", bilanziert Gemeindedirektorin Svenja Edler, "liegt zwar immer noch über dem Landesschnitt - aber die Schulden sind da s Resultat von Investitionen in den Gewerbepark." Und einen solchen habe schließlich nicht jede Gemeinde vorzuweisen.

Auch sonst hat das unter Vorsitz von Bürgermeister Peter Zabold (CDU) tagende Ortsparlament mit Blick auf den Haushalt 2008 nur Grund zur Freude. Die Einnahmen aus der Einkommenssteuer sollen von 314 000 Euro (Ansatz 2007) auf 357 000 Euro (Ansatz 2008) klettern - "und werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den Folgejahren weiter steigen", wie Edler erklärt. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer stehen die Zeichen ebenfalls auch grün: 600 000 Euro setzte die Gemeinde 2007 in den Haushaltsplan ein, 680 000 Euro sind's 2008. Fazit der Gemeindedirektorin: "Luhdens Finanzlage ist nach den Ansätzen des aktuellen Planes ausgeglichen." Gemessen am Vorjahr sei die Situation "entspannter", auch wenn der Verwaltungshaushalt erneut nur durch eine Zuführung vom Vermögenshaushalt ausgeglichen werden kann; eine "freie Spitze" gibt's daher nicht. Das Positive des Zahlenwerks indesüberwiegt derartig, dass Donnerstagabend kein Politiker dem Haushalt die Zustimmung verweigern mag; zumal die Gemeinde sämtliche Investitionen aus Eigenmitteln bezahlen kann. Als da zum Beispiel wären: Verwaltungshaushalt Straßenbeleuchtung: Für den Unterhalt der 170 öffentlichen Lampen sind 15 000 Euro eingeplant; das sind 3000 Euro mehr als zunächst veranschlagt. 6000 Euro der Gesamtsumme gehen an E.ON für eine Bestandsaufnahme und Wartung. Des weiteren sollen die Lampen Dimmer erhalten. Planungskosten: Die Gemeinde stellt 7500 Euro bereit, 2500 Euro mehr als zunächst ins Auge gefasst. So soll ein Fachbüro Ideen für die Verkehrsberuhigung der Dorfstraße entwickeln. Regenrückhalt: Das Entschlammen des Beckens an der Nord-Süd-Straße (6000 Euro) und das Sanieren von Gräben schlägt mit insgesamt 14 000 Euro zu Buche. Anschlagtafeln: Die alten Holztafeln im Ort sollen für 2000 Euro saniert werden. Schützenverein: Der Verein soll einen Zuschuss in Höhe von 800 Euro für das Anschaffen eines Luftgewehres erhalten. Ortschronik: Der Heeßer Günter Döring hat sich nun doch bereit erklärt, die Ortschronik für Luhden zu schreiben; die Arbeit wird voraussichtlich zwei Jahre dauern und 500 Euro kosten. Vermögenshaushalt Sporthalle: 15 000 Euro will die Gemeinde in eine neue Schließanlage sowie in einen öffentlichen Toiletten-Anbau investieren. Straßenunterhalt: Dafür sind 10 000 Euro eingeplant. Von der Summe sollen nicht zuletzt die Straßen Hainekamp und Auf der Büre (Stichwort: Niveauangleichung) saniert werden. Beispiel Hainekamp: "Das Aufziehen einer neuen Teerdecke, das einem Endausbau gleichkommen würde, kostet 21 000 Euro - und macht derzeit keinen Sinn", sagt die Gemeindedirektorin. Denn noch könne niemand sagen, welche Ansprüche diejenigen Firmen geltend machen, die sich einmal dort ansiedeln werden. Einlauf Im Bolfeld: Für das Setzen des Einlaufes, der Anlieger vor Hochwasser schützen soll, stehen 5000 Euro im Haushaltsplan. Werbetafeln: Die geplante Beschilderung des Gewerbeparks schlägt mit weiteren 2500 Euro zu Buche. Kernzahlen: Der Haushalt 2008 hat ein Volumen von 1 396 000 Euro; davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 1 254 000 Euro, auf den Vermögenshaushalt 142 000 Euro. Der Stand der Rücklage soll zum Ende des Haushaltsjahres 223 000 Euro betragen; der gesetzlich vorgeschriebene Mindestbestand beträgt 12 000 Euro.



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