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Haupt-, Förder- und Realschule ab Montag im KGS-Neubau unter einem Dach

Schnell auspacken – Endspurt im Schul-Umzug

Bad Münder (jhr). Mit einer großen Portion Gelassenheit gehen sie ihre Aufgabe an. „Muss man auch. Humor und Flexibilität sind dieser Tage extrem gefragt“, sagt Ingrid Wegener lachend. Die Leiterin der Abraham-Lincoln-Schule packt aus und richtet ein. Gemeinsam mit ihrem Kollegium, gemeinsam mit den Kollegien der Astrid-Lindgren-Förderschule und der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Hauptschule. Wenn am Montag die Schüler aus den verlängerten Weihnachtsferien erstmals in den Schulneubau der KGS an der Bahnhofstraße kommen, soll zumindest ein halbwegs geregelter Schulalltag ablaufen können. Doch vorher muss das Schul-Inventar von drei einzelnen Schulen unter einem Dach untergebracht werden.

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„Das wird spannend“, sagt Wegener, und ihre Schulleiter-Kollegin Britta Bödeker stimmt ihr zu. Kisten und Kartons mit allem, was zu einer Schule dazugehört, stehen noch in teilweise leeren Schulräumen. In anderen sind Tische und Stühle aufgestellt worden und vermitteln so zumindest den Eindruck kompletter Klassenräume. Wo schon Schränke stehen, wird sortiert: Klassensätze von Atlanten und Fachbüchern wandern in die Regale, Musikinstrumente werden ebenso verstaut wie Videokassetten und DVDs. Eng wird es in vielen Bereichen, ganz besonders für die Schulsekretärinnen: Drei Sekretariate wurden in einem Raum zusammengefasst. Arbeitsplätze, Schülerakten, Schulunterlagen. „Nur gut, dass die Damen so gut miteinander auskommen“, sagt Wegener. Dass die Klassenräume deutlich kleiner als die bislang gewohnten sind, nimmt sie inzwischen mit Humor: „Nur gut, dass wir keine Klassen mit 32 Schülern mehr haben.“ Und zwischen räumenden Lehrern sind Handwerker und Techniker unterwegs. Joscha Richter beseitigt den letzten Fehler in der hauseigenen Lautsprecheranlage, die Montag die Schüler mit dem Gong zur ersten Stunde rufen soll. Er testet die Anlage mit Musik – mit der ja bekanntlich alles leichter geht. Auch der Job von Dietmar Pfaffl, der gerade an einer schwierigen Stelle angekommen ist: Er wischt den Baustaub von den Fenstern im Treppenhaus. Keine leichte Aufgabe, weil die Fenster hinter der Gitter-Geländer-Konstruktion zwar gut aussehen, zum Putzen aber kaum zu erreichen sind.

Einige Fenster bereiteten Lehrern wie Planern am Morgen eine unliebsame Überraschung: Wasserpfützen auf Fensterbänken zeugten von Undichtigkeit – wo genau das Problem liegt, wird ermittelt. Ermittlungsarbeit leistet im Untergeschoss auch Telekom-Techniker Detlef Genge. Er sorgt mit seinen Kollegen dafür, dass die Schule über Telefon- und Internetverbindungen verfügt. Welche Leitung gehört zu welchem Anschluss? „Nicht so leicht, wenn drei Schulen unter ein Dach ziehen.“ 40 Nebenstellen werden eingerichtet. „Für ein Schulgebäude eine stattliche Zahl“, findet der Techniker.

Bis Montag der Schulbetrieb startet, steht den Lehrern noch einiges an Arbeit ins Haus. Aber: „Das wird schon“, verbreitet Bödeker Optimismus.

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