weather-image
13°

Schneefall: Straßenverkehr in Bad Münder eingeschränkt

BAD MÜNDER. Mit Ansage, und doch für viele überraschend: Der erste Schnee der noch jungen Wintersaison ist gefallen. Dabei hat die noch nicht einmal offiziell begonnen – weder kalendarischen noch phänologischen oder meteorologisch. Unter der Schneelast brachen zahlreiche Bäume, der Nienstedter Pass wurde gesperrt.

Winteridylle Anfang November: Schnee am Deisterrand zwischen Bad Münder und Springe. Foto: Rathmann

Autor:

Jens Rathmann und Benedikt Dittrich

Gerade viele Autofahrer, die sich gestern Morgen zeitig auf den Weg machten, wurde von der weißen Pracht auf den Straßen überrascht. „Trotzdem ist es nicht zu glättebedingten Unfällen gekommen. Die Autofahrer haben sich auf die Straßenbedingungen eingestellt und sind entsprechend vorsichtig gefahren“, sagt Polizeikommissarin Sophie Schmidt vom Kommissariat Bad Münder. Wenn die Streifenwagenbesatzungen aktiv werden mussten, dann um Gefahrenstellen abzusichern. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Bundesstraße 442 und Rohmel-Kreisverkehr war das gestern Morgen der Fall. Dort waren Bäume umgestürzt und große Äste blockierten die Fahrbahn. Wenige Meter weiter, an der Fußgängerampel an der B442 auf Höhe der Langen Straße, ein ähnliches Bild: Abgebrochene Äste lagen auf der Fahrbahn, umgestürzte Bäume ragten auf die Straße. Um im Berufsverkehr die Straße möglichst schnell wieder frei zu kriegen, beauftragte die Stadtverwaltung ein Unternehmen, das die Gefahrstellen beseitigte. Relativ viel Laub auf den Bäumen, durch Regen aufgeweichter Boden und die Last durch den nassen Schnee auf dem Laub hatten zu den zahlreichen Schneebrüchen geführt. „In vier Wochen, wenn das Laub an Boden liegt, wäre das so nicht passiert“, ist sich Fachdienstleiter Carsten Reiss sicher.

Die Gefahr von Schneebruch war auch der Grund für die Sperrung des Nienstedter Passes zwischen Nienstedt und Barsinghausen gestern Mittag – die Vollsperrung sollte zunächst bis heute Morgen gelten. Zuvor hatte es mehrere Einsätze der Feuerwehr an den Straßen im Deister gegeben, weil immer wieder große Äste auf die Fahrbahn fielen.

Keineswegs kalt überrascht wurde die Stadt vom Wintereinbruch. „Wir haben uns am Montag zusammengesetzt und die Notfallbereitschaft für den Winterdienst aktiviert. Und auch die sechs Fremdfirmen, die für uns tätig sind, waren sofort bereit, zur Verfügung zu stehen“, sagt Reiss. Die Winterdienst-Verträge der Stadt gelten erst mit Beginn des Monats Dezember.

Im Bauhof war, so Reiss, alles auf Eis und Schnee vorbereitet – Räumschilde für Schneepflüge und Salzstreuer mussten nur noch angekoppelt werden. „Die Mitarbeiter waren schnell einsatzbereit“, sagt er.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare