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Schneckenzeit

Jetzt begegnen sie uns wiederüberall auf den Wegen und im Garten: die Schnecken. Da ich mich viel im Garten aufhalte, kann ich wie viele Gartenbesitzer ein Lied singenüber die Probleme, die Schnecken verursachen, und mitdiskutieren, wie man diese Schädlinge wohl am besten los wird.

Autor:

Rudolf Knöpfel

Dabei kann man von Schnecken viel lernen. Erstens: Schnecken sind langsam, jeder kann sie erwischen. Schneckentempo ist ein Wort, das wir für alles, was langsam ist, verwenden. Trotzdem beweisen uns die Schnecken regelmäßig, dass auch sie an ihr Ziel kommen. Wenn man weiß, was man will und wohin man will, kann man in Ruhe langsam und stetig auch manches schaffen. Gerade in einer recht hektischen Zeit können uns die Schnecken ein Vorbild sein, dass wir unser Tempo etwas drosseln und das Ziel später, aber auf gesündere Art erreichen. Zweitens: Schnecken geben nicht so leicht auf. Manchmal staune ich, wo diese kleinen Tierchenüberall hinkriechen. Um an ihr Ziel zu kommen, kriechen sie über Mauern, Wiesen, Wege und manchmal auf abenteuerliche Weise an Pflanzen hoch. In meinen Augen leisten sie enorm viel, um an ihr Ziel zu kommen. Sie können uns ein Vorbild sein, nicht zu schnell aufzugeben. Oft lohnt es sich, Schwierigkeiten auszuhalten und für etwas zu kämpfen anstatt gleich alles hinzuwerfen. Eine Hilfe dabei sind mir die Beziehung zu Gott, die Bibel, das Gebet und gute Freunde. Drittens: Schnecken suchen das Beste. Wären sie mit Unkraut zufrieden oder würden sie den Rasen immer kurz halten, wären sie bei Gartenbesitzern beliebt. Doch sie ziehen trotz Todesgefahr den Salat, die Kräuter und die Blumen vor. Es spielt für sie keine Rolle, ob sie beliebt sind oder nicht, von welchen Pflanzen am meisten da sind- sie suchen das, was in ihren Augen das Beste ist. Auch wir können uns fragen, was wirklich wichtig ist. Wir sind manchmal mit Dingen beschäftigt, die letztlich gar nicht so wichtig sind. Das, was im Leben wirklich zählt, kommt dafür zu kurz, zum Beispiel die Beziehungen zu anderen Menschen. Das sollte man nicht erst erkennen, wenn es zu spät ist. Vielleicht spüren Sie, dass die Beziehung zu Gott ebenfalls wichtig wäre. Gott wartet nur darauf, dass Sie Ihr Herz für Ihn öffnen. Ich wünsche Ihnen ein schneckenfreies Wochenende - und wenn Ihnen doch welche begegnen, dann denken Sie doch an diesen Artikel! Rudolf Knöpfel ist Gemeindereferent in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Rinteln.




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