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Schnecken kontrollieren Luftqualität

St. Petersburg. In einem Klärwerk in der russischen Metropole St. Petersburg sind derzeit mehrere Riesenschnecken zur Kontrolle der Luftqualität im Einsatz. Wie das Unternehmen Wodokanal erklärte, wurden sechs Tiere mit speziellen Messgeräten ausgestattet. Die Riesenschnecken haben wie Menschen auch Lungen; je verschmutzter die Luft ist, die sie einatmen, desto schneller werden ihr Herzschlag und ihre Atmung. Zur Kontrolle der die Abwasseranlage umgebenden Luft werden drei Schnecken dem Rauch ausgesetzt, der von der Anlage ausgeht, die drei anderen atmen diesen nicht ein. Die Tiere vom Typ Achatina können 20 Zentimeter groß werden. Sie haben außerdem ein ausreichend großes Schneckenhaus, an dem die Geräte befestigt werden können, ohne die Schnecken zu stören. Die Technologie wurde Wodokanal zufolge von der russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Die Firma machte in der Vergangenheit bereits ähnliche Tests und untersuchte etwa mit Flusskrebsen die Wasserqualität eines Flusses. Das Herz des Flusskrebses schlägt schneller, wenn seine Umwelt verschmutzt ist.

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