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Die Enten im Hier, Jetzt und in der Vergangenheit / Ausstellung bis 1. Mai 2011

Schnäbeliges zum Zungeschnalzen: Die Duckomenta in Hildesheim

Hildesheim. Dagobert, der Geizkragen, hätte solch einen Aufwand um seine Sippschaft sicher nicht gewollt. Anders geht es da sooo vielen Menschen rund um den Globus. Ihnen sind die Ducks, diese verrückten Schnabeltiere aus Entenhausen, die im Klondike Gold geschürft und irgendwann die ganze Welt erobert haben, lieb und teuer. Eine aufwändige Ausstellung – die Duckomenta – ist sodann ein probates Mittel, um den Enten-Hype aufrechtzuerhalten. Die Duckomenta, die auch schon in der Hamelner arche-Galerie für Furore sorgte, ist jetzt im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu sehen. Bis zum 1. Mai nächsten Jahres gibt es dort die Ducks auf circa 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche als Gletschereisopfer Dötzi, Pharao Duckamun I, Mona Lisa und in vielerlei weiteren Bildern und Büsten zu bewundern. Denn am Anfang war das Ei – und dann kamen die Ducks…

Autor:

Jean LeGrand

„Eine Lüge ist, ganz gleich, wie gut sie auch sein mag, immer schlechter als die bescheidenste Wahrheit“, hat Duckevara gesagt, der „Che“ unter den Ententieren. Das Duckevara-Tagebuch, gebunden und mit schwarzem Guerilla-Antlitz auf rotem Umschlag versehen, ist ebenso Teil dieser Ausstellung wie auch die Welt als Ei, ein Kunstwerk formvollendet aus Holz, Papier und Tusche. Damit die Menschheit gleich mal begreift, wohin die Reise geht. Die Enten haben den Globus im Griff. Heute Hildesheim, morgen die ganze Welt. Und das geht schon eine ganze Weile so. Denn Dötzi, der arme Kerl, ist ja schon vor Jahrtausenden in die ewigen Entengründe eingegangen. Als das Gletschereis die Mumie des Erpels aus der Frühsteinzeit freigibt, staunt die Fachwelt. Über seine Herkunft ist indes wenig bekannt. Und wie er mit dieser Statur – nicht gerade ein Koloss vor dem Herrn – ins Hochgebirge gelangt ist, noch dazu recht leicht bekleidet, ist noch immer ungeklärt. Dötzi muss ein großer Kämpfer gewesen sein. Wie all die anderen Ducks der Vergangenheit und Gegenwart.

Die außergewöhnliche Kunstsammlung Duckomenta zeigt die Lieblings-Comic-Helden, wie man sie noch nie gesehen hat. Neben dem Roemer- und Pelizaeus-Museum sind einige Ducks auch im Schloss Marienburg zu sehen, wo sich einige Enten unter die Ahnengalerie der Schlossbewohner gemischt haben. Frech waren sie ja schon immer, die Donalds, Dagoberts, Ticks, Tricks und Tracks…

Duckomenta im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum, Am Steine 1-2, bis 1. Mai 2011, Öffnungszeiten dienstags bis sonntags 10 - 18 Uhr, mehr Informationen im Internet unter www.duckomenta-ausstellung.de

2 Bilder
Die Welt als Ei – Holz (lackiert), Papier und Tusche




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