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Vorschulkinder des Arche-Noah-Kindergartens besuchen Klärwerk der OEWA am Osterberg

Schmutzig rein und sauber wieder raus

Bad Münder (oe). Erstaunliche Funde machen die Mitarbeiter des münderschen Klärwerks am Osterberg fast täglich. Das sahen jetzt auch die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Arche Noah, die im Rahmen ihrer „Waldwoche“ einen Abstecher in das OEWA-Werk gemacht hatten.

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Brillen, Zahnspangen und Gebisse landen in der ersten Filterstufe, wenn das Abwasser von über 20 000 Menschen durch die Kanalisation dort ankommt. Projektverantwortlicher Markus Wöhner begrüßte die Delegation im Verwaltungstrakt des Klärwerks. Danach begleitete Mitarbeiter Mischa Mücke die Kinder durch die einzelnen Reinigungsstationen.

Zu Beginn mussten sich fast alle der 15 künftigen Schulanfänger die Nase zuhalten. Bei der mechanischen Reinigung werden die Grobstoffe aus dem Abwasser gefischt, danach wird es im „Sandfang“ schon etwas feiner. Nach dieser Station kommt der „Probennehmer“ – es werden dort regelmäßig Proben gezogen und eingefroren. „So haben wir bei schädlichen Einleitungen einen Beweis“, erklärte Mischa Mücke.

Mit einer Schnecke wird das Wasser nun durch ein Hebewerk zur chemischen und biologischen Reinigung befördert. Unzählige Bakterien machen sich nun über Schlamm, Schmutz und andere feste Stoffe her. „Das Wasser ist ja schon sauber“, meint der sechsjährige Jan-Christoph, als er das klare Wasser über den Überlauf schwappen sieht. Doch noch ist es nicht soweit. In einem Belebungsbecken wird dem kostbaren Nass wieder Sauerstoff zugesetzt, bevor im Nachklärbecken auch die letzten Schwebstoffe zu Boden fallen.

An der letzten Station fließt das saubere Wasser wieder in die Hamel und damit in den Naturkreislauf zurück. „Von da geht es in die Weser und bestimmt bis in die Nordsee“, vermutet Erzieherin Sonja Schröter. Zurück im Verwaltungsgebäude zeigte der OEWA-Mitarbeiter den Kindern auch noch das Labor, in dem regelmäßig die Phosphatbelastung des Wassers und die Verunreinigung mit anderen Stoffen kontrolliert werden.

Die Anlage am Osterberg wurde 1961 gebaut, 1995 erweitert und ist für die Ortschaften Bad Münder, Böbber, Brullsen, Flegessen, Hachmühlen, Hamelspringe, Hasperde, Klein Süntel, Nettelrede, Herkensen und Hohnsen zuständig. Eimbeckhausen besitzt eine eigene Kläranlage. Im Bereich Bad Münder gibt es ein 272 Kilometer langes Kanalnetz. Die Abwassergesellschaft OEWA erledigt die gesamte kaufmännische und technische Betriebsführung. Für die Kinder war es ein spannender Ausflug und sie wissen nun, wo alles bleibt, wenn man auf die Toilettenspülung drückt und vor allen Dingen, was dort nicht hineingehört.

Dann marschierte die kleine Gruppe wieder zurück ins Berliner Heim, wo sie in ihrer Waldwoche auch einige Tage übernachteten.

ñ OEWA-Mitarbeiter Mischa Mücke den zeigt Kindern die komplizierten Wege des Wassers.

ï Lara (v.l.), Luke und Marc-Maximilian staunen über die riesigen Wasserbecken. Fotos: oe



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