weather-image
16°
Selbsthilfegruppe Schlafapnoe feiert zehnjähriges Bestehen / Unterstützung der Teilnehmer beim Leben mit der Maske

Schlimmer als der Lärm sind die Aussetzer

Bad Münder (st). Rolf Mund aus Springe wacht nachts auf, er hat Kopfschmerzen, sein Herz rast. Er sieht hinüber zu seiner Frau Inge, voller Sorge blickt sie zurück. Sie sieht ihrem Mann an, dass es ihm nicht gut geht, ruft den Notarzt. Im Krankenhaus können die Ärzte nichts feststellen. „Das ist häufig genau so passiert“, sagt Mund. Und keiner habe gewusst, was los war. „Bis die Ärzte meine Frau einmal gefragt haben: ,Schnarcht ihr Mann eigentlich?‘“

Mit dem Einsatz einer Nasenmaske würde nicht nur das lästige Sch

Und wie der schnarche habe seine Inge geantwortet, erzählt Mund. Da war dann klar: „Ich leide an Schlafapnoe. Während des Schlafens und des starken Schnarchens setzte mein Atem für mehrere Sekunden aus.“ Seitdem trägt Mund nachts eine Maske – und seine Situation hat sich schlagartig gebessert. „Ich schlafe jetzt nachts durch und fühle mich fit. Das hat es früher nicht gegeben. Ständig war ich morgens müde, litt an Konzentrationsstörungen.“ Das ist alles über zehn Jahre her. Im Jahr 2000 dann entstand die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Bad Münder, deren Vorsitzender Mund ist. Am kommenden Sonnabend, 10. April, feiert die Gruppe ihren zehnten Geburtstag ab 15 Uhr in der Rohmelbadgaststätte. „Wir sind eine Gruppe von Betroffenen für Betroffene“, sagt Mund. Er selbst hat durch seine Atemaussetzer und die daraus resultierende Sauerstoffarmut im Blut chronische Herzprobleme davongetragen. „Das muss nicht sein, wenn man früh genug handelt“, so der Vorsitzende.

Eine Nasenmaske kann helfen – durch einen kontinuierlichen Luftstrom hält sie das schlaffe Gewebe am hinteren Gaumen davon ab, den Luftröhreneingang zu versperren, wie es bei Schlafapnoe-Patienten mehrmals in der Stunde im Schlaf passiert. „Das Leben mit einer solchen Maske ist natürlich schon eine Umstellung. Und man muss immer dabei bleiben“, sagt Mund. Das durchzustehen, dabei unterstützt die Selbsthilfegruppe.

„Wer bemerkt, dass er unter Schlafapnoe leidet, der sollte sofort zu uns kommen. Wir können auch den Kontakt mit einem Schlaflabor herstellen“, empfiehlt Mund. Rund alle acht Wochen am zweiten Dienstag im Monat trifft sich die Gruppe um 19 Uhr in der Rohmelbadgaststätte zum Austausch – meist mit einem Experten, der einen Vortrag hält. „Die Gruppe macht den Betroffenen nicht nur Mut, wir unterstützen auch im Dialog mit Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen“, so Mundt. Diesen Service nutzen zurzeit 28 Mitglieder regelmäßig.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt