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Verwaltung soll Situation ohne Grundschule Meerbeck prüfen

Schließung: Nichts dran?

Meerbeck/Niedernwöhren (gus). Volles Haus bei der Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Niedernwöhren: Dutzende Eltern waren gekommen, weil sie befürchteten, dass das Gremium möglicherweise die Schließung der Grundschule Meerbeck auf den Weg bringen könnte.

Ganz umsonst war die Aufregung nach Darstellung von Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke. Derartiges sei keineswegs Beratungsgegenstand der Sitzung, schon gar nicht könne der Fachausschuss irgendetwas beschließen, dies tue der Rat. Allerdings sei ein Vorstoß im nicht öffentlichen Arbeitskreis Kinderbetreuung von dessen Mitglied Friedrich Möller erfolgt, wonach zu prüfen sei, welche Auswirkungen die Schließung der Grundschule im Sommer 2013 hätte.

Dies bestätigte Möller. „Da stehe ich auch zu“, bekräftigte er. Er wolle ergebnisoffen diskutieren, was auch nach dem Wunsch Ankes war. So ganz ohne Gegenstand scheint die Sorge der Meerbecker Eltern also doch nicht zu sein. Die Anfrage Möllers hat immerhin zu einem Auftrag an die Verwaltung geführt, das Szenario „Schulschließung Meerbeck“ zu prüfen. Zu einem Gesprächstermin hat die Verwaltung auch schon eingeladen, und zwar bereits für die kommende Woche.

Daran nehmen unter anderem die Schulleiterinnen von Meerbeck und Niedernwöhren teil. Dass der Lauenhäger Schulleiter daran nicht mitwirkt, wertete dessen Meerbecker Kollegin, Bernadette Menzel, als Indiz dafür, dass die Planung recht konkret werden dürfte. Dem widersprach Anke, es gehe lediglich darum, dem Auftrag aus der Möller-Anfrage gerecht zu werden. Dazu brauche es keinen Lauenhäger Vertreter am Gesprächstisch.

Öffentlichkeit unzureichend informiert

Kritik gab es seitens einiger Zuhörer, weil die Öffentlichkeit unzureichend eingebunden werde. Der Arbeitskreis tage nicht öffentlich, die Ergebnisse sollten in geeigneten Kanälen verbreitet werden. Schulausschussvorsitzender Dieter Kubba entgegnete, dass die Ergebnisse der Arbeitskreissitzungen im Schulausschuss vorgetragen werden.

Als keine Fragen aus dem Publikum mehr kamen, ging Kubba buchstäblich zur Tagesordnung über. „Dann können wir jetzt ja ins Thema einsteigen“, sagte er. Anschließend wurde erneut das kleinteilige Kinderbetreuungskonzept für die Samtgemeinde diskutiert, das unter anderem möglichst bis ins Detail für die kommenden Jahre vorgeben soll, wie viele Kinder welchen Alters und mit welchem Betreuungsbedarf in welcher Kindertagesstätte betreut werden können.

Zuhörer Martin Opfermann sagte im Zuge der zahlenlastigen Debatte: „Kann man diese ganzen Zahlen, von denen Sie reden, das nächste Mal vielleicht irgendwie an die Wand werfen? So ist das ja schwer nachzuvollziehen. Sie sehen die Zahlen, wir nicht.“ Kubba ließ dies ins Protokoll aufnehmen.



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