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Hans-Peter Solasse ist neuer Schiedsmann

Schlichten statt richten

Auetal (la). Hans-Peter Solasse aus Rolfshagen ist vom Rat der Gemeinde Auetal einstimmig zum neuen Schiedsmann gewählt worden. Sein Stellvertreter ist Hermann Klingenberg aus Escher. Am 9. November beginnt die fünfjährige Amtszeit der neuen Schiedsleute. Zuvor werden beide für ihre neue Aufgabe fortgebildet.

Solasse und Klingenberg lösen Klaus Otto und Jürgen Menke ab, deren Amtszeit am 8. November abläuft. Beide standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. "Schlichten statt richten" ist der Leitspruch der Schiedsleute. Es ist nicht immer notwendig, dass die Zivilgerichte auch in Bagatellsachen in Anspruch genommen werden. Ein gerichtliches Urteil führt nicht unbedingt zum Erfolg, denn es fördert nicht immer den Rechtsfrieden zwischen den Parteien. Handelt es sich bei den Parteien um Nachbarn, was häufig der Fall ist, müssen diese weiterhin mitein ander auskommen. Eine gütliche außergerichtliche Streitschlichtung, wie sie das Schiedsamt anbietet, ist oftmals der bessere und kostengünstigere Weg. Schiedsleute arbeiten ehrenamtlich. Das Schiedsamt kann angerufen werden in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Diese reichen von Nachbarschaftsstreitigkeiten über Auseinandersetzungen um Geldforderungen mit dem Kaufmann oder Handwerker in der Nachbarschaft bis zu kleinen Strafsachen wie zum Beispiel Hausfriedensbruch, Beleidigung, Verletzung des Briefgeheimnisses, leichter Körperverletzung, Bedrohung oder Sachbeschädigung. In solchen Fällen muss der Geschädigte sich erst einmal an das Schiedsamt wenden, ehe eine Privatklage vor dem Strafgericht erhoben werden kann. Der Geschädigte wendet sich persönlich oder schriftlich an das zuständige Schiedsamt. Die Schiedsperson bestimmt Ort und Zeit der Schlichtungsverhandlung und lädt die Beteiligten dazu ein. Die Schiedsperson wird versuchen, zusammen mit den Beteiligten, eine gütliche Einigung zu finden. Meist gelingt dies. Die Einigung, meist ein Vergleich, wird protokolliert, von den Beteiligten und der Schiedsperson unterschrieben und erlangt damit Rechtsgültigkeit. Die amtliche Gebühr für das Verfahren beträgt elf Euro, wenn die Parteien sich nicht einigen können. 21 Euro sind zu bezahlen, wenn eine Einigung erzielt wurde. In Einzelfällen, zum Beispiel bei schwierigen Verfahren, kann die Gebühr auch auf 38 Euro erhöht werden. Hinzu kommen Auslagen und Schreibgebühren. Durchschnittlich kostet eine Verhandlung mit einer Einigung etwa 30 bis 35 Euro. Wesentlich weniger also, als ein Rechtsstreit vor Gericht. "Ich freue mich auf diese neue interessante Aufgabe. Es liegt mir sehr, Streitigkeiten zu schlichten", sagt Hans-Peter Solasse.




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