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Apotheker Johannes Padberg unter Druck: Umziehen oder Konkurrenz in Kauf nehmen? / Verhandlungen laufen noch

Schlecker-Filiale bald im ehemaligen Markant-Markt?

Rehren (la). Der Rehrener Marktplatz könnte in Kürze neu belebt werden. Für das Gebäude, in dem bis vor sechs Jahren der Markant-Markt war und der seitdem einen "Dornröschenschlaf" hält, gibt es neue Interessenten. Die Firma Schlecker möchte dort eine Filiale eröffnen und steht mit dem Eigentümer der Immobilie in Verhandlungen. Außerdem überlegt Johannes Padberg, mit seiner Rehrener Apotheke in das Gebäude umzuziehen.

"Das stimmt. Wir führen derzeit mit Herrn Padberg und der Firma Schlecker Verhandlungen. Noch ist allerdings nichts entschieden", sagte Heinz Brüggemann, der für den Essener Gebäudebesitzer die Verhandlungen führt, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Kombination aus Drogeriemarkt und Apotheke würde gut passen, auch wenn Johannes Padberg nicht ganz freiwillig umziehen würde. "Ich habe keine andere Wahl, denn der Inhaber der Immobilie würde sonst einen anderen Apotheker suchen. Zwei Apotheken könnten in Rehren allerdings nicht existieren", so Padberg. Das Einzugsgebiet umfasse etwa 4000 Einwohner. Im Schnitt würden 3800 Einwohner von einer Apotheke bedient. "Ich muss also eine zweite Apotheke in Rehren verhindern, um meinen eigenen Niedergang zu verhindern und den Standort zu sichern", so Padberg, der die Rehrener Apotheke seit 32 Jahren im Auetal betreibt. Einen echten Vorteil, der die notwendigen Investitionen rechtfertigen würde, sieht der Apotheker nicht. "Natürlich wäre es für meine Kunden etwas einfacher, die Apotheke zu erreichen", sagte Padberg. Von den Ärzten aus der "Alten Molkerei" und am Marktplatz aus sei das Gebäude des ehemaligen Markant-Marktes schneller zu erreichen und die Kunden bräuchten die vielbefahrene Straße nicht mehr zu überqueren. Außerdem gebe es ausreichend Parkplätze auf dem Marktplatz. "Für Rehren als Grundzentrum des Auetals wäre es sehr gut, wenn das Gebäude auf dem Marktplatz wieder mit Leben erfüllt würde", meinte Padberg. Einen Kauf des Gebäudes schloss der Rehrener Apotheker aus. "Da müsste zu viel renoviert werden. Diese Kosten und der Kaufpreis sind nicht zu realisieren", so Padberg im Gespräch mit unserer Zeitung. Voraussichtlich würden 350 Quadratmeter Verkaufs- und Laborfläche angemietet. Das Lager und die Logistik für den Krankenhausbedarf bleiben in jedem Fall in dem bestehenden Gebäude. "Noch ist aber nichts entschieden", stellt Padberg klar. Auch die Firma Schlecker hat noch keinen Mietvertrag unterzeichnet. "Wir hoffen sehr, dass das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird und dass der langjährige Leerstand des Gebäudes ein Ende hat", sagte Bürgermeistervertreter Karl-Heinz Büthe. Das Gebäude würde mehr und mehr zum Schandfleck. "Die Gemeinde muss auch noch den Durchgang sanieren, aber solange die Entscheidung noch nicht gefallen ist, warten wir damit", so Büthe. Es würde keinen Sinn haben, die Wand neu zu gestalten und später einzureißen, weil eventuell Schaufenster eingebaut werden sollen.




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