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Baubiologe Blöbaum warnt im Haus des Gastes / Bis zu 40 Prozent aller Wohnungen betroffen

Schimmelpilze: Alarmstufe Rot für Allergiker

Bad Eilsen (möh). In 30 bis 40 Prozent aller Wohnungen und Häuser breiten sich Schimmelpilze aus. Verursacht durch falsche Wärmedämmungen, Heiz- und Lüftungsfehler sowie den Einbau immer dichter schließender Wärme- und Lärmschutzfenster. Schimmelpilze können Allergien und Infekte auslösen oder giftig wirken. Selbst kleinste Flächen deuten auf gravierende Feuchtigkeitsprobleme in Wohnungen hin.

Detlef Blöbaum

I n der Bevölkerung herrscht Angst vor diesen Pilzen. Dieses zeigte sich, als der Bad Oeynhausener Baubiologe Detlef Blöbaum im Haus des Gastes einen Vortrag über Schimmelpilze und ihre Auswirkungen hielt. Denn der Vortragssaal platzte aus allen Nähten. Blöbaum warnte allerdings vor Hysterie, da nicht jede schwarze Silikonfuge gefährlich sei. Ein Pilzbefall von einer Größe von 20 Quadratzentimeter könne, wenn man einen Mundschutz trage, von einem Privatmann mit Hilfsmitteln problemlos selbst saniert werden. Betrage die befallene Fläche jedoch einen halben Quadratmeter oder mehr, sollte unbedingt ein Fachmann zu Hilfe gerufen werden. Ein Schimmelpilz, der nicht richtig "erwischt" worden sei, komme unter Garantie wieder. Eine Kontrolle nach einem halben Jahr sei unbedingt nötig. Doch woher und warum kommen diese Schimmelpilze? Verantwortlich sind laut Blöbaum zu 70 Prozent Kondensationsprobleme, die durch Wasserrohrbruch, falsche Isolierung, fehlender Luftaustausch oder noch vorhandene Baufeuchte hervor gerufen würden. Allerdings würde auch Wasser durch Kochen, Baden und Duschen, durch Zimmerpflanzen, durch Wäschetrocknen oder einfach durch den Menschen in die Wohnungen abgegeben. Deshalb ist nach Ansicht des Baubiologen eine optimale Lüftung als Schutz vor Schimmelpilzbefall notwendig. Besonders heimtückisch und gefährlich sei der Schimmelpilz (im Haus gibt es etwa 100 Arten mit verschiedenen Untergruppen), da er bereits im Anfangsstadium zunächst unsichtbar seine Sporen verbreite. Ein idealer Nährboden aus Wärme, Feuchtigkeit und organischen Materialien (Tapeten, Holz, Kleister) sorge dann häufig, so Blöbaum, für eine explosionsartige Vermehrung, wenn nicht vorher eingegriffen werde. Allerdings werde der Pilz oft erst im späteren Stadium sichtbar. Dann sei aber höchste Alarmstufe gegeben, besonders für Allergiker. Schimmelpilz schade der Gesundheit, schleichend und nachhaltig.Mögliche Auswirkungen seien Schwächung des Immunsystems, Nervenschädigung, Krebsförderung, Nieren- und Leberschädigung, Asthma und Lungenkrankheiten. Besonders gefährdet seien Allergiker, Säuglinge, Senioren. Weitere Infos: Detlef Blöbaum, (05 73 12) 75 55 30. www.bloebaum-baubiologe.de oder www.biolysa.de.



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