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Grausame Zustände am Busbahnhof / Herren-WC ist bereits dicht / Wartehäuschen völlig vermüllt

Schandfleck Toilette: Abreißen und neu bauen?

Bad Eilsen (tw). Es ist im Wortsinn ein "Sch ..."-Thema: der Ekel erregende Zustand deröffentlichen Toilette am Busbahnhof. Jetzt hat sich der Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung - pardon: Zusammenkunft - damit beschäftigt. Das WC ersatzlos abreißen oder durch einen wie auch immer gearteten Neubau ersetzen, das ist die Frage. Am Donnerstag, 12. April, wird sie auch den Rat beschäftigen.

Ein verheerendes Bild: Graffiti und Abfall auch im Inneren des W

Auf den Tisch gebracht hat das Thema Hans-Jürgen Winkelhake (SPD) im Haus des Gastes; die Genossen hatten den Schandfleck auch bei ihrem jüngsten Schnatgang in Augenschein genommen (wir berichteten). Der Ausschusschef: "An der Herren-Toilette ist die Tür inzwischen zugeschweißt, der Drücker abmontiert worden; das Reinigen des WC war niemandem mehr zuzumuten." Mit der Folge allerdings, dass nicht wenige "Herren" ihr Geschäft jetzt hinter dem Gebäude verrichten. Also sei das teilweise Zusperren auf Sicht gesehen auch keine Lösung. "Nicht nur für die Anwohner, die den Anblick ständig ertragen müssen, auch für die Gäste, die mit dem Bus dort ankommen, sind die Zustände am Rande des Platzes schlichtweg unzumutbar", ergänzt Vize-Bürgermeisterin Christel Bergmann (SPD). Die ganze Anlage sei ein einziger "Schandfleck", welcher dem Heilbäderverband bei der Frage einer neuerlichen Vergabe des Kurort-Prädikats mit Sicherheit ins Auge, oder wohl richtiger in die Nase stechen werde. Bei Bürgermeister Horst Rinne (CDU) indes ist bislang nur eine einzige Beschwerde aufgelaufen - "die einer Bückeburgerin, die dort immer mittwochs aus dem Bus aussteigt und das Örtchen regelmäßig nutzt". Ein Schandfleck ist jedoch nicht nur das WC sondern auch das angegliederte Wartehäuschen. Es ist mit Graffiti überzogen, der Boden meist mit Unrat und Scherben übersät - Hinterlassenschaften von Jugendlichen, die das dunkle Innere des Häuschens schon seit Jahren als Treffpunkt nutzen. Die Bürger, aber auch die Polizei können ein Lied davon singen. Doch was tun? Die Mehrheit der Mitglieder des Ausschusses plädiert offensichtlich für einen Abriss des Ensembles. Über alles weitere indes gehen die Ansichten auseinander. "Als Gemeinde müssen wir ein öffentliches WC unterhalten, schon allein für diejenigen Gäste, die nach langer Reise den Bus verlassen", plädiert Winkelhake für einen Neubau. Ähnliche Überlegungen gehen dahin, den Zugang nur noch Behinderten zu ermöglichen - mit einem Spezialschlüssel, wie er auch für Behinderten-WCs an Autobahn-Raststätten in Gebrauch ist. Bergmann wiederum ist es sehr wichtig, dass der Nachfolger - als Wartehäuschen - in "transparenter Bauweise" errichtet wird. So nämlich müssten sich die Jugendlichen im Inneren ständig beobachtet fühlen und würden das Häuschen vermutlich nicht mehr verunreinigen.



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