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Schandfleck altes Kurhotel soll endlich weg

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Autor:

Mira Colic

Im vergangenen Jahr hatte die SPD-Fraktion über die Möglichkeit gesprochen, das Areal für den „symbolischen Euro“ an einen Investor abzugeben. Aber auch diese Idee kam über ihre Vorstellung nicht hinaus. Jetzt hat sich der Kur- und Verkehrsverein mit einem Vorstoß an Stadt und Politik gewandt.

Als „überlebenswichtig“ für die Stadt bezeichnet der stellvertretenden KVV-Vorsitzende Hans-Werner Beisner eine baldige Lösung für das Gelände. „Wir bemühen uns, dort eine saubere Ecke entstehen zu lassen.“ Zumal der Kurpark sowie die Veranstaltungsfläche um die Konzertmuschel ja auch ein Anziehungspunkt für Einheimische sowie Gäste sei. Das hat sich jüngst erst beim Lichterfest mit knapp 2000 Besuchern gezeigt. Die Mitglieder haben konkrete Vorstellungen, was zu tun wäre, wie sie in der nicht-öffentlich tagenden Beiratssitzung erklärt haben.

Die Stadt solle demnach den Parkplatz an der Ecke Osterstraße/Am Kurpark zum Baugebiet erklären, sodass dort Wohn- oder Geschäftshäuser entstehen könnten. Der durch den Verkauf des Grundstücks erzielte Erlös solle „ohne Abzug“ für den Abriss des Kurhotels und die Neugestaltung der frei werdenden Fläche verwendet werden. So würden für die Stadt keine extra Kosten entstehen, ist sich der Verein sicher.

Die Mitglieder des KVV würden sich auch den Neubau eines Pavillons an der Quelle wünschen, aber Bürgermeister Hartmut Büttner macht deutlich: „Mit dem Verkaufserlös der jetzigen Parkplatzfläche kann ich das nicht erzielen.“ Da sei ein erheblicher Investitionsbedarf gegeben. Zudem hält Büttner grundsätzlich einen Verkauf des Parkplatzes losgelöst von dem Kurhotel als nicht sinnvoll. „Das sollte immer als Paket betrachtet werden.“

Das Kurhotel abreißen zu lassen, bevor ein Investor gefunden sei, erteilt der Bürgermeister eine Absage. Man wolle schließlich nicht riskieren, das bestehende Baurecht zu verlieren, handele es sich doch um ein Heilquellenschutzgebiet. Es sei eben nicht immer alles so einfach, wie sich das manche vorstellten, macht Büttner deutlich. So enthalte das alte Kurhotel etwa noch Versorgungsleitungen, und auch das Lager des KVV sei dort untergebracht.

Zumindest das Argument mit dem zu geringen Verkaufserlöses des Parkplatzes lässt Beisner nicht gelten. Schließlich könne man mehr als die bisher veranschlagten 75 Euro pro Quadratmeter aufrufen. „Oder man beteiligt die Bürger und ruft zu Spenden auf.“



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