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Gestern Abend: Bürgermeister feierlich vereidigt / Bögel scheidet aus dem Rat aus

Schäfer: "Wir brauchen den Mut, um gemeinsam in eine Richtung zu gehen"

Obernkirchen (rnk). So wahr ihm Gott helfe: Seit gestern Abend, 18.52 Uhr, ist Oliver Schäfer vereidigter Bürgermeister der Stadt Obernkirchen. Anschließend führte er aus, wie er sich die Arbeit für Bürger und Verwaltung vorstellt - seine Regierungserklärung.

Die pure Freude: Oliver Schäfer (l.) ist neuer Bürgermeister, di

Die ersten Gespräche mit den Mitarbeitern der Verwaltung hätten gezeigt, dass er auf motivierte und aufgeschlossene Mitarbeiter zurückgreifen könne, betonte Schäfer. "Lassen Sie uns gemeinsam ,Erste Schritte' für unsere Stadt Obernkirchen machen", appellierte der hauptamtliche Bürgermeister an Rat, Verwaltung und Bürger gleichermaßen. Gegenseitiges Vertrauen und gegenseitiger Respekt würden für ihn neben Hilfsbereitschaft und Servicedenken zu den Grundlagen seiner Arbeit als hauptamtlicher Bürgermeister gehören. Gemeinsam solle Obernkirchen in die Zukunft entwickelt werden: "Arbeiten wir miteinander zum Wohl unserer Stadt!" Dieser Rat habe die Möglichkeit, Zeichen zu setzen, die Arbeit der letzten Monate hat bereits gezeigt, dass die Ratsmitgliedern gewillt seien, die Entwicklung der Stadt gemeinsam voranzutreiben. Aber auch Obernkirchen müsse demnächst einige weitere ,Erste Schritte' tun, zahlreiche und weitreichende Entscheidungen stünden an. "Und die werden wir uns ganz sicher nicht leicht machen: Wir werden abwägen, Alternativen suchen, uns die Köpfe heiß diskutieren - aber, eines sollte uns dabei immer klar sein: dass es vorwärts gehen muss", formulierte es Schäfer. Denn was nicht vorwärts gehen könne, das schreite zurück. Dazu gehöre auch Entschlossenheit: "Wir müssen auch etwas wagen, damit wir neue Möglichkeiten entdecken können. Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir mutig und innovativ sein." Unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftliche Entwicklung weiter so anhalte, könnte dem Ziel des Abbaus von kurzfristigen Schulden ein gutes Stück näher gekommen werden. Kurz riss Schäfer die Themen an, die er auf der Tagesordnung der Zukunft sah: die Entwicklung der Innenstadt, die neue Ansiedlung eines Einkaufszentrums in Innenstadtnähe, die Einführung eines Ganztagsangebotes an der Grundschule, die Zukunft der Außenstelle der Grundschule in Krainhagen, die Erweiterung der Öffnungszeiten im Rathaus mit einer neuen Informationsstelle für die Bürger, die Anpassung der Verwaltung an die derzeitig rückläufige Entwicklung der Bevölkerung, die Verbesserung derräumlichen Situation der Verwaltung, der Aufbau und die Unterstützung der privaten Initiativen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit der Stadt und der Einsatz von umweltfreundlichen Energieformen. Schäfer lud beim letzten Punkt interessierte Bürger ein, Ideen zu entwickeln und Kräfte zu bündeln. Als Bürgermeister habe er die Idee für ein Projekt "Energieregion Obernkirchen" dem Landkreis für das neue Förderprogramm ILEK zukommen lassen. Dieses Projekt befasse sich mit der Versorgung kommunaler Einrichtungen wie der Grundschule, der dortigen Sporthalle, dem Kindergarten "Am Kammweg" und dem Feuerwehrgebäude in einem ersten Schritt. Am Freitag, 13. April, werde die Auftaktveranstaltung für dieses neu aufgelegte Programm in Stadthagen im Kreishaus sein. Als eine weitere konkrete Maßnahme habe er in der Stadtverwaltung einen Arbeitsauftrag zum Thema Fotovoltaik, der Stromgewinnung aus Sonnenergie, auf öffentlichen Gebäuden erteilt. Mögliche geeignete Standorte gibt es bereits für dieses Projekt. Die Aufzählung all dieser Themen zeige, so Schäfer, "dass wir das Heft des Handelns noch in der Hand haben". Kurzum: "Wir brauchen den Mut, um gemeinsam in eine Richtung zu gehen." Zuvor hatte Schäfer noch einen Wanderer zwischen den politischen Welten aus seinen Ratspflichten entlassen: Dr. Konrad Bögel nahm seinen Abschied. Die Gründe für seinen Ratsverzicht, so Bögel, "sind rein privater Natur". Die Zeit im Rat der Stadt Obernkirchen und in seinen Ausschüssen habe ihm trotz oder gerade wegen der damit verbundenen Anregungen und Aufregungen sehr viel Freude bereitet. "Ich möchte nur jedem jungen Menschen wünschen, die Demokratie auf kommunaler Ebene selbst so zu erfahren, wie ich das erfahren durfte: als logische Fortsetzung des Zusammenlebens im Gemeinwohl mit all seinen Vereinen, Parteien und anderen gesellschaftlichen Kräften." Auf einen zusätzlichen Wortbeitrag verzichte er, um das Augenmerk auf die junge Generation zu lenken, "die mit ihrem neuen Bürgermeister die Zukunft unserer Stadt in die Hand nimmt", ließ Bögel vorlesen. Schäfer würdigte den politischen Werdegang des Wahlobernkircheners von der SPD über die Einzelkandidatur bis hin zur WIR-Gruppe.

Konrad Bögel
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