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Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen falschen Physiotherapeuten noch nicht abgeschlossen

Schaden beläuft sich auf rund 100 000 Euro

Bad Münder. Der im Januar entlarvte falsche Physiotherapeut aus dem Kurmittelhaus hat die ihm zur Last gelegten Taten eingeräumt. Das teilte Staatsanwalt Manfred Knothe jetzt mit. Die Ermittlungen wegen Betrugs dauern nach seinen Angaben an.


Nach neueren Erkenntnissen liegt der den Krankenkassen entstandene Sachschaden höher als zunächst angenommen. Knothe spricht von rund 100 000 Euro.

Der Mann hatte seit dem Jahr 2004 im Physikalischen Therapie Center (PTC) gearbeitet – ohne erforderliche Qualifikation beziehungsweise Ausbildungsprüfung. Nach offenbar anonymen Hinweisen hatte die Staatsanwaltschaft Mitte Januar die Räume des PTC durchsuchen lassen (NDZ berichtete). Dabei wurde Material sichergestellt, mit dem die Behörde beweisen will, dass über Jahre therapeutische Leistungen durch nicht qualifiziertes Personal erbracht worden sind. Knothe betont jedoch ausdrücklich, dass es nur um einen finanziellen Schaden geht. Es gebe keinerlei Hinweise auf körperliche Falschbehandlungen. Patienten seien mithin nicht zu Schaden gekommen.

Die Ermittlungen richten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nur gegen den inzwischen entlassenen Mitarbeiter selbst. „Es gibt bislang keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten Dritter“, sagt Knothe.

Der Fall wird auch ein zivilrechtliches Nachspiel haben. Die Krankenkassen dürften vom PTC zu Unrecht gezahlte Leistungen zurückfordern. Laut Einrichtungsleiter Thomas Heiming ist es bislang noch zu keiner Regresszahlung gekommen, das PTC habe zudem eine Eigenschadenversicherung. Kurz nach dem Vorfall im Januar hatte Heiming angekündigt, den Mitarbeiter „persönlich haftbar machen“ zu wollen.



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