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Ortsgruppe des Naturschutzbunds kümmert sich um Hauptlaichgewässer am Hundesportplatz

Saubermachen bei Familie Erdkröte

Bad Münder. So mancher könnte sich an diesem leicht verregneten Sonnabendmorgen eine angenehmere Beschäftigung vorstellen. Die vier freiwilligen Helfer der NABU-Ortsgruppe aber sind in ihrem Element. Um kurz vor 10 Uhr holen sie mit langen Stangen Blätter und allerlei Unrat aus dem kleinen Teich gegenüber dem Hundesportplatz an der Süntelstraße.

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VON CHRISTOPH HUPPERT

„Wir haben dieses Gewässer in Absprache mit Stadt und Landkreis vor einigen Jahren als Ausgleichsfläche für die Erweiterung der Spedition Schnelle übernommen und uns im Gegenzug zu der Pflege verpflichtet“, berichtet der Vorsitzende des örtlichen NABU-Deister-Süntel, Matthias Grossmann.

Der Tümpel, in dem sich das ganze Wasser aus den umliegenden Wiesen sowie des nördlichen Süntelrandes sammelt, sei das Hauptlaichgewässer für die hier reichlich vorhandenen Amphibien. „Vor allem gibt es hier Erdkröten, deren Laichzeit ja bald beginnt, dann aber auch Molche sowie Gras- und Wasserfrösche und viele andere Arten“, erklärt Grossmann. Früher seien an dieser Stelle Fischteiche gewesen, doch die seien längst verwildert. „Es gibt nur noch einen kleinen Vorfluter, in dem sich der ganze Dreck sammelt“, so Grossmann.

Etwa alle zwei Jahre bringen die NABU-Mitglieder deshalb Ufer und Teich wieder in Schuss. Nur die Mitte des etwa zwei Meter tiefen, recht schlammigen Gewässers ist momentan nicht erreichbar. „Da bräuchte man eine Anglerhose oder es müsste mal zufrieren“, sagt Grossmann. Die Zweige, die aus der Teichmitte emporragen, werden von den Kröten als Ablage für ihre Laichschnüre genutzt. „Wir ziehen die Blätter raus, entschlammen den Teich etwas und schneiden die Uferbewachsung zurück, damit wieder Licht und Luft drankommt; denn die Erlen und Weiden wachsen hier wie der Teufel“, sagt Grossmann. Vorne am Weg türmt sich schon der Baumschnitt, den die Stadt später entsorgt. Faulschlammblasen steigen blubbernd aus der Brühe an die Oberfläche und verströmen einen modrigen Geruch. Die vier NABU-Aktiven stört das nicht. Warum auch, schließlich tragen sie dazu bei, dass die Artenvielfalt auch direkt vor den Toren der Stadt erhalten bleibt.



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