×
Erstes europäisches Treffen von Auszubildenden

Sarkozy lädt nach Paris ein: Sechs BBS-Azubis sind dabei

Rinteln/Paris (crs). Auf Einladung von Präsident Nicolas Sarkozy nach Paris fliegen und dort mit über 12 000 Auszubildenden aus 30 europäischen Nationen zusammentreffen: Diese spannende Erfahrung haben sechs Azubis der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln kurz vor den Herbstferien gemeinsam mit ihrem Lehrer Christian Schubert beim ersten europäischen Treffen von Auszubildenden in Paris gemacht.

"Das war schon eine ganz besondere Erfahrung", bilanziert BBS-Lehrer Christian Schubert nach der Rückkehr. Im Rahmen seiner europäischen Ratspräsidentschaft hat Frankreichs Präsident Sarkozy die alte Tradition der Wanderschaft von Handwerksburschen wieder aufleben lassen, allerdings in modernisierter Form: Beim Zusammentreffen von 12 700 Azubis aus ganz Europa vermittelten Prominente aus Politik, Wirtschaft, Sport und Film die Bedeutung von Auslandsaufenthalten. Auch einige niedersächsische Lehrlinge waren als "VIPs" zwei Tage lang von Präsident Sarkozy nach Paris eingeladen. Darunter Yannick Bott, Tim Flügge, Bernd Mayer, Carsten Scheller, Robert Weiland und Christopher Zahrthe, die in der Ausbildungswerkstatt Heer in Bückeburg beziehungsweise bei MTU Maintenance in Hannover zu Fluggerätemechanikern ausgebildet werden und parallel die Berufsbildenden Schulen Rinteln besuchen. Und die BBS bilden den Anknüpfungspunkt nach Frankreich: Vor etwa einem Jahr nämlich ist ein Austauschprogramm ins Leben gerufen worden. Im Mai war eine Schülergruppe aus Rouen in der Haute-Normandie zum ersten Mal zu Gast im Landkreis Schaumburg, in diesem November starten Rintelner BBS-Schüler zum ersten Gegenbesuch. Und gleichsam als Vorbereitung auf den dreiwöchigen Frankreich-Aufenthalt durften die sechs angehenden Fluggerätemechaniker jetzt mit nach Paris. "Sehr beeindruckt" seien die Schüler von dem Aufenthalt in Paris gewesen, sagt Schubert - "und sehr stolz, dass sie mitfahren durften". Ein Abendessen in einem schwimmenden Restaurant auf der Seine gehörte schon am ersten Abend zum Programm. Höhepunkt aber war das große Azubi-Treffen am nächsten Tag: Mehrere französische Minister und etliche Prominente berichteten von ihrer beruflichen Laufbahn und dem Einfluss eines Auslandsaufenthaltes auf ihren späteren Werdegang. "Wir haben einen riesigen Bedarf beim Thema Schüleraustausch", sagt Schubert. In der akademischen Ausbildung habe der Auslandsaufenthalt einen hohen Stellenwert, im Handwerk aber sei es noch die Ausnahme, dass junge Menschen im Rahmen ihrer Berufsausbildung ein Auslandspraktikum machen könnten. "Einen tollen Lernerfolg" sieht Schubert aus pädagogischer Sicht in dem Paris-Besuch. Bei kurzen Kontakten zum Beispiel mit einer Gruppe junger Ungarn sei die Bedeutung von Fremdsprachen in einem zusammenwachsenden Europa deutlich geworden: "Die Jungs haben gemerkt: Nur mit guten Englisch-Kenntnissen findet man sich hier zurecht." Und so hat der Lehrer ein gutes Gefühl, wenn seine Schützlinge im November nach Rouen gehen und sich dort drei Wochen lang in Betrieben bewähren sollen: "Dafür sind unsere Jungs jetzt gut gewappnet - sie werden's schaffen."




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt