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Priemer und Brockmann: Verkehrsgefährdung - Aufschub unmöglich

Sanierung der L 443: 70 000 Euro Kosten - rausgeworfenes Geld?

Bernsen (la). 70 000 Euro werden am kommenden Wochenende bei der Sanierung der Landesstraße 443 in Bernsen verbaut. Da drängt sich die Frage auf: Muss das zum jetzigen Zeitpunkt sein? Auf der Autobahn wird noch mehr als ein Jahr lang gebaut, und durch Staus werden weiterhin unzählige schwere Sattelzüge auf der Umleitungsstrecke durch den kleinen Ort mit der scharfen Kurve fahren und die Straße über Gebühr belasten. Sind die 70 000 Euro mithin nichts als rausgeworfenes Geld?

Foto: Tiefe Löcher und Rillen auf der L443 in Bernsen gefährden

"Die Sanierung muss jetzt ausgeführt werden. Es hat dort schon Unfälle gegeben", begründet Bürgermeister Thomas Priemer die Baumaßnahme. Die Fahrbahnen schöben sich durch die starke Belastung immer mehr zusammen, und es seien bereits tiefe Rillen in der Straße entstanden. Ein Motorradfahrer sei dort bereits aus der Kurve getragen worden. "Wir haben in der Vergangenheit mit einigen Bitumenschichten Probleme gehabt, weil das Material nicht stabil genug war", erklärt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Hameln. In Bernsen müssten im Kurvenbereich die Binder- und Deckschicht, also die oberen acht Zentimeter der Fahrbahn, erneuert werden. "Die Verdrückung der Fahrbahn hat dort zu einer Verkehrsgefährdung geführt. Daher duldet die Sanierung keinen Aufschub", so Brockmann. Von heute 18 Uhr bis voraussichtlich Montag 5 Uhr wird die Landesstraße 443 daher voll gesperrt. Weitläufige Umleitungen sind ausgeschildert. "Danach haben wir in dem Bereich Ruhe. Die sanierte Straße wird auch den weiteren Belastungen durch den Umleitungsverkehr standhalten", ist sich Brockmann sicher. Bürgermeister Priemer ist froh, dass die Ortsdurchfahrt in Bernsen jetzt saniert wird. "Das ist eine verkehrsbedeutende Straße. Hier muss für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gesorgt werden", so Priemer. Natürlich sieht er weiterhin die dringende Notwendigkeit den Umleitungsverkehr besser zu verteilen. "Sonst ist demnächst eine Sanierung der Straße in Rehren notwendig", meint Priemer. Da aber die Leidensfähigkeit der Auetaler längst ausgereizt sei und eine weitere Baustelle in Rehren in naher Zukunft absolut unzumutbar sei, müsse über präventive Maßnahmen, also eine bessere Verkehrsverteilung, nachgedacht werden.



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